Trauer um Arnold Schwede

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Der Kurator des Altertumsvereins starb im Alter von 82 Jahren
Der Altertumsverein Paderborn trauert um sein langjähriges Beiratsmitglied Arnold Schwede. Der Paderborner engagierte sich seit vielen Jahren, besonders aber seit seinem Eintritt in den Ruhestand, in einer geschichtswissenschaftlichen Spezialdisziplin – der Numismatik. Im Rahmen zeitintensiver Recherchen, für die er zahlreiche Archive und Museen Deutschlands und des europäischen Auslands aufsuchte, hat er die Münzgeschichte des Hochstiftes Paderborn und von dessen Nachbarterritorien in der Frühen Neuzeit umfassend erforscht. Die Ergebnisse seiner Forschungen haben sich in zahlreichen Publikationen niedergeschlagen. Hierzu gehören uber 20 Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften und Sammelwerken sowie in der Heimatkundlichen Schriftenreihe der Volksbank Paderborn. Darüber hinaus hat der engagierte Forscher umfangreiche münzgeschichtliche Monographien über das Münzwesen in der heimischen Region verfasst, die wissenschaftliche Maßstäbe gesetzt haben.
„Diese Publikationen haben in der deutschsprachigen Fachwelt ausnahmslos große Anerkennung gefunden. Sie werden zweifellos für sehr lange Zeit den Rang numismatischer Standardwerke einnehmen“, betont der Direktor des Altertumsvereins, Dr. Andreas Neuwöhner. „Seine Untersuchungen sind nicht nur in der Reihe „Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte“ des Altertumsvereins Paderborn, sondern zugleich auch als Veröffentlichung der Historischen Kommission für Westfalen erschienen.“ Über drei Jahrzehnte engagierte sich Arnold Schwede außerdem ehrenamtlich als Kustos der wertvollen Münzsammlung des Altertumsvereins, die in Teilen im Museum für Stadtgeschichte ausgestellt ist,: Er hat die Sammlung in dieser Zeit durch zahlreiche Neuerwerbungen ergänzt und vervollständigt. In ähnlicher Funktion betreut er seit vielen Jahren auch die als hochwertiges Kulturobjekt in die Denkmalliste der Stadt Paderborn eingetragene umfangreiche Münzsammlung der Volksbank Paderborn. (Bildquelle: Westfalenblatt)
29. Januar 2020|