Vortrag: Kleidung und Obrigkeit.

Donnerstag, 5. November 2020, 19.00 Uhr

Roland Linde (Detmold): Kleidung und Obrigkeit.
Ort: Residenzmuseum Schloß Neuhaus, Audienzsaal
Anmeldung: Residenzmuseum 05251/ 88 11065 oder a.neuwoehner@paderborn.de

Es besteht die Möglichkeit, ab 18 Uhr die Ausstellung „Get dressed – Standesgemäß“ zu besuchen.

Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Anfangszeiten und Wochentage der Vorträge! Die Vorträge finden aus den bekannten Gründen diesmal nicht in den Hörsälen der Theologischen Fakultät statt, sondern an den angegebenen Orten. Mundschutz ist mitzubringen und bis zur Einnahme der Plätze zu tragen.

19. Oktober 2020|

Corona, Pest und Cholera – Neue Erkenntnisse der Seuchengeschichte

Vortrag – Mittwoch, 11. November 2020, 19.00 Uhr

Prof. Dr. Malte Thießen (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Münster):

Im Frühjahr 2020 änderte sich unsere Welt. Wir lebten im Lockdown, arbeiteten im Homeoffice oder Homeschooling, gingen auf Abstand zu Verwandten und Freunden, suchten nach Nudeln und Klopapier. Die Corona-Pandemie führte zu Verwerfungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, in Parlamenten, publizistischen Debatten und sozialen Netzwerken, in der Außenpolitik und im Alltag. Es ist daher an der Zeit für eine historische Einordnung der Corona-Pandemie: Was waren die Voraussetzungen und Folgen der Pandemie? War sie eine historische Zäsur oder reiht sie sich ein in die Seuchengeschichte der Moderne?

Ort: Heinz Nixdorf Museumsforum. Mit Livestream auf www.hnf.de.

Anmeldung: www.hnf.de/geschichtenimHNF; E-Mail: service@hnf.de; Tel.: 05251/ 306 661

Doktor Schnabel. Abbildung: (c)Wiki-media Commons

19. Oktober 2020|

Geschichte entdecken – unser Winterprogramm

Sehr geehrtes Vereinsmitglied,

 mit dem Herbstrundbrief möchte ich Sie zum Vereinsprogramm des Wintersemesters einladen und über das vielfältige Programm unseres Vereins informieren.

Leider mussten aufgrund der Corona-Pandemie unsere Veranstaltungen im Sommersemester ausfallen. Ich habe in Abstimmung mit dem Vorstand die geplanten Vorträge und Exkursionen abgesagt, um die Gesundheit unserer Mitglieder zu schützen. Ich hoffe, dass Sie dafür Verständnis haben. Da die aktuellen behördlichen Vorgaben wieder Veranstaltungen zulassen, wird der Altertumsverein unter Beachtung der erforderlichen Schutzmaßnahmen, sein Programm aufnehmen. Die Vorträge des Wintersemesters werden deshalb nicht mehr im H 2 der Theologischen Fakultät stattfinden, da hier nur wenige Plätze zur Verfügung stehen. Die jeweiligen Veranstaltungsorte sind im Programmheft ausgewiesen. Zudem bitte ich Sie darum, sich zu den Vorträgen anzumelden, um für Sie entsprechende Plätze reservieren zu können.

Erstmals werden wir Vorträge in Zusammenarbeit mit dem Heinz Nixdorf MuseumsForum anbieten. Diese Vorträge finden im HNF statt. Vor dem Vortrag besteht die Möglichkeit, die Ausstellungen des HNF zu besuchen. Mit Prof. Malte Thießen startet diese Vortragsreihe mit einem historischen Blick auf Corona und die Seuchengeschichte. Ein höchst aktueller Vortrag. Ich freue mich auf diese Zusammenarbeit und die weiteren Vorträge. Gleich zwei große Ausstellungen werden seit diesem Sommer in Paderborn präsentiert: Leben am Toten Meer – Archäologie aus dem Heiligen Land im Museum in der Kaiserpfalz und Peter Paul Rubens und der Barock im Norden im Diözesanmuseum Paderborn. Es freut alle Kulturfreunde, dass diese Ausstellungen trotz der Pandemie realisiert werden konnten. Ich lade Sie herzlich ein, gemeinsam mit dem Altertumsverein die Ausstellungen zu besuchen. 

 

Im Alter von 95 Jahren ist unser Ehrenmitglied Elisabeth Michels verstorben. Ihrem Engagement für den Verein, sie war von 1977 bis 1999 Schatzmeisterin, haben wir viel zu verdanken. Der Verein ist ihr für diese Arbeit im Vorstand zu großem Dank verpflichtet.

Elisabeth Michels, Foto: Stadt- und Kreisarchiv Paderborn / Allendorf

Ich hoffe, dass wir von einer zweiten Welle der Corona-Pandemie verschont werden und freie mich auf die Veranstaltungen des Wintersemesters.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Dr. Andreas Neuwöhner

18. Oktober 2020|

Einladung zur Mitgliederversammlung in Schloß Neuhaus

Mitgliederversammlung – Residenzmuseum Schloss Neuhaus, Spiegelsaal

Samstag, 28. November 2020, 10.30 Uhr

Aufgrund der momentanen Lage wird eine verkürzte Mitgliederversammlung stattfinden. Bis zu der Einnahme der Plätze muss ein Mundschutz getragen werden. Auf den Plätzen, die mit Mindestabstand besetzt werden, kann dieser abgelegt werden.

10.30 – 11.30 Uhr Mitgliederversammlung

11.30 – 13.00 Uhr Führung durch Alt-Schloss Neuhaus durch Ortsheimatpfleger Michael Pavlicic

Es wird kein Bus eingesetzt. Keine Teilnahmegebühr.

Anmeldungen bis Freitag, 27. November 2020, schriftlich oder telefonisch unter Hinterlassung der Kontaktdaten nur bei der Vereinsgeschäftsstelle, Pontanusstr. 55 (Stadt- und Kreisarchiv), 33102 Paderborn, Tel.: 05251/88-11598.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Corona-Lage Veranstaltungen kurzfristig abgesagt oder verschoben werden können. Bitte verfolgen Sie unseren Newsletter oder die Informationen auf unserer Homepage!

12. Oktober 2020|

Meyerpreis 2019 für Forschungsarbeit über Friedrich Spee

Folter und Geständnis – Dr. Frank Sobiech erhält Auszeichnung für seine Habilitation.

Sein Denkmal steht auf dem Kamp in Paderborn vor seiner ehemaligen Wirkungsstätte: Seit vielen Jahrzehnten beschäftigen sich Historiker und Theologen mit dem Leben und Wirken des Jesuiten Friedrich Spee von Langenfeld. Er gilt bis heute als Kritiker der frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen. In seiner „Cautio Criminalis“ (1631) argumentierte Spee gegen die Folter, für eine generelle Unschuldsvermutung, Verteidigungsmöglichkeiten vor Gericht und unparteiische Richter. Damit formulierte er bis heute gültige Forderungen nach einer unabhängigen, menschenrechtlichen Prinzipien folgenden Justiz. Der Kirchenhistoriker Dr. Frank Sobiech, seit Oktober 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Patrologie an der Theologischen Fakultät Paderborn, forscht seit Jahren in regionalen und überregionalen Archiven zu Friedrich Spee. Nun wurde er vom Altertumsverein Paderborn mit dem Meyerpreis für seine herausragende Habilitation ausgezeichnet. „Die herausragende Untersuchung über Friedrich Spee und die Gefängnisseelsorge der Jesuiten während der Hexenverfolgungen in Deutschland hat das Preisgericht überzeugt“, betonte Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner bei der Preisverleihung, die im Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn stattfand.

Auf der Grundlage neuer Quellen hat der neue Preisträger des Altertumsvereins nicht nur eine umfassende Biographie Friedrich Spees verfasst, sondern auch eine Werkgeschichte seiner Kampfschrift gegen die Hexenprozesse: „Frank Sobiechs Arbeit eröffnet für die historische Forschung völlig neue Perspektiven, da sie biografische Stationen von Spee konsequent und systematisch in die Geschichte des Jesuitenordens einbettet und seine Werke als Verarbeitung von Erfahrung deutet.“ Spee wird überzeugend als moderner „Empiriker“ dargestellt, der zeitgenössische theologische Positionen hinterfragte und durch kühle Beobachtung neue Erkenntnisse gewann. Dies gilt im Besonderen für die sein bedeutendstes Werk, die Cautio Criminalis, die ohne Berücksichtigung der beeindruckenden Erfahrungen in  der Gefängnisseelsorge nicht zu verstehen ist.

Der Preisträger stellte im Rahmen der Verleihung selbst einige Aspekte aus seiner Forschungsarbeit vor. Die Habilitationsschrift von Frank Sobiech ist in Rom in englischer Sprache erschienen. Sie trägt den Titel „Folter und Geständnis: Friedrich Spee SJ (1591-1635) in der Gesellschaft Jesu“. Die Monografie ist empfehlenswert für jeden, der sich mit Friedrich Spee, mit Gegenreformation, Konfessionalisierung, der Geschichte des Jesuitenordens und der Hexenverfolgung beschäftigen möchte.

Bildzeilen: Freude über eine herausragende Forschungsarbeit: (von links) Prälat Thomas Dornseifer, Preisträger Dr. Frank Sobiech, Dr. Andreas Neuwöhner und Dietrich Honervogt (stv. Bürgermeister) bei der Preisverleihung in den Räumen des mittelalterlichen Domklosters.

Über den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis

Der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis wird vom Paderborner Altertumsverein seit 1991 für Arbeiten junger Historiker zur Geschichte Ost- und Südwestfalens ausgelobt. Der Preis ist  mit einem Preisgeld von 2.500 Euro dotiert.

12. Dezember 2019|

Jäger und Beute – Jagdgemälde der Fürstenberg Stiftung Eggeringhausen

Barocke Tierdarstellungen von hoher Qualität sind ab dem 29. November im Residenzmuseum Schloß Neuhaus zu sehen. Sie stammen aus der Sammlung Fürstenberg und geben einen Einblick in die Ausstattung des Schlosses zur Zeit der Fürstbischöfe. Die Gemälde, frisch restauriert, werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Eine finanzielle Förderung des Landes NRW hat dies ermöglicht. Die Jagd war für die Residenz Neuhaus von zentraler Rolle. Die Jäger des Bischofs sorgten dafür, dass immer ausreichend Wildbrett für die fürstliche Tafel zur Verfügung stand. Darüber hinaus waren die Parforcejagden in der Senne ein gesellschaftliches Ereignis, das mit hohem Aufwand und zahlreichen Gästen begangen wurde.

Zur Ausstellungseröffnung laden wir Sie herzlich ein! Um 19.30 Uhr wird Dr. Silke Köhn die Gemälde kunsthistorisch einordnen. Das Embrassy Blechbläserensemble wird die Eröffnung musikalisch umrahmen. Ein Begleitband stellt die Gemälde und die benachbarten Jagdschlösser in der Senne vor. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

25. November 2019|

Nach dem Krieg – Sortir de la guerre

Ausstellungseröffnung | Freitag, 15.11.2019, 17 Uhr im Historischen Rathaus Paderborn / Le Mans & Paderborn | 1919-1930

Die Ausstellung wirft anhand von Bildern, Dokumenten und erläuternden Texten einen vergleichenden Blick auf Le Mans und Paderborn in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg. Für beide Städte ist dies eine Zeit großer Umbrüche. Der „Große Krieg“ hinterließ dauerhafte Spuren in beiden Städten. In Le Mans, das hinter der Front von Zerstörungen ver-schont blieb, zeichnete sich rasch ein Neubeginn ab, gestärkt durch das Gefühl des militärischen Sieges. In Paderborn blieb die wirtschaftliche und soziale Situation zunächst instabil. Deutschland war im November 1918 eine Republik geworden und das politische Leben musste sich neu ordnen. Wie entwickelten sich die beiden Städte in einer Zeit, die von Trauer, Hoffnung und großer Unsicherheit geprägt war? Wie lebten die Bevölkerungen von Le Mans und Paderborn zwischen Rachegefühlen und dem Wunsch nach Frieden und Annäherung?

Eine zweisprachige deutsch-französische Ausstellung der Universität Paderborn, der Le Mans Université, des Stadtmuseums Paderborn, des Stadt- und Kreisarchivs Paderborn und der Archives municipales du Mans.

Zur Ausstellungseröffnung wird herzlich eingeladen.

Die Ausstellung wird anschließend in der „Galerie Bilderbogen“ auf dem Bürgermeisterflur, Am Abdinghof 11, zu den regulären Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zu sehen sein. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband als Band 13 der Reihe „Paderborn in historischen Fotografien“, der in der Tourist Information und im örtlichen Buchhandel zu bekommen ist.

Bildzeile: Massenveranstaltung auf dem Paderborner Rathausplatz 1918/19. Foto: Stadt- und Kreisarchiv Paderborn.

10. September 2019|

Vorstands und Beirat gewählt

Vorstand und Beiratsmitglieder des Altertumsvereins
freuen sich über eine gelungene Mitgliederversammlung in Minden.

Am 25. Mai 2019 tagten die Mitglieder des Altertumsvereins in Minden – der preußischen Garnisonsstadt. In diesem Jahr standen Wahlen zum Vorstand, Beirat und den weiteren Vereinsgremien auf dem Programm. Auf der Versammlung bedankte sich Direktor Dr. Andreas Neuwöhner bei den ausscheidenden Vorstands- und Beiratsmitgliedern, die sich über viele Jahre sich für den Verein engagiert haben.

Auch Vorstandsmitglied Dr. Rainer Decker hat aus Altersgründen die Redaktion der Westfälischen Zeitschrift abgegeben. Es ist seiner fachkundigen Arbeit zu verdanken, dass die WZ für die Forschung zur westfälischen Landesgeschichte heute unverzichtbar ist. Herzlichen Dank!

Vorstandsmitglieder

  • Vereinsdirektor: Dr. Andreas Neuwöhner
  • Stellv. Vereinsdirektor: Prof. Peter E. Fäßler
  • Geschäftsführer: Jonas Eberhardt
  • Schatzmeister: Franz-Josef Krüger
  • Schriftführerin: Marianne Witt-Stuhr
  • Redaktion WZ: Wilhelm Grabe
  • Studienfahrten: Marianne Moser

Beiratsmitglieder

  • Prof. Dr. Rüdiger Althaus (Domkapitel Paderborn, Theologische Fakultät),
  • Philipp Freiherr von Fürstenberg (Bank für Kirche und Caritas),
  • Prof. Dr. Michael Ströhmer (Uni Paderborn),
  • Michael Gosmann (Stadtarchiv Arnsberg),
  • Nicole Michaelis (Direktorin Theodorianum),
  • Kirsten John-Stucke, M.A. (Kreismuseum Wewelsburg),
  • Dr. Martin Kroker (Museum in der Kaiserpfalz),
  • Michael Koch (Stadtarchiv Höxter),
  • Roland Linde (Detmold),
  • Michael Pavlicic (Stadtarchiv Lippspringe),
  • Prof. Dr. Eva Maria Seng (Uni Paderborn),
  • Dr. Sven Spiong (LWL-Archäologie),
  • Wolfang Stüken (Paderborn),
  • Andreas Weiß, M.A. (Kreismuseum Wewelsburg),
  • Hans Jürgen Rade (Domvikar)

 

14. Mai 2019|

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Gratulation: Prof. Dr. Werner Freitag (WWU); Dr. André Biederbeck (TU Dortmund); Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn) und Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund) bei der Preisverleihung im Hoesch-Museum (von links).

Im Wilhelminischen Kaiserreich bildete sich mit der sozialistischen Arbeiterschaft ein Milieu heraus, dessen Existenz einer permanenten Selbstdeutung bedurfte. Großes Gewicht kam dabei den Vereinsorten zu, an denen bei Versammlungen und Festen gesellschaftliche Konflikte wachgehalten und Zukunftsvisionen beschworen wurden. Vereinslokale waren Orte, an denen sich die auf verschiedene Arbeits- und Wohnstätten verteilten Arbeiter(-familien) einer Stadt bzw. Region begegnen und einander bewusst werden konnten. Am Beispiel Dortmunds und seines Umlandes spürt der Historiker Andrè Biederbeck die Knotenpunkte des Vereinslebens auf – u.a. Vereinsgaststätten, Gewerkschaftshaus, Verlagsgebäude – und untersucht deren Relevanz für die Herausbildung einer sozialistischen Identität.

Für seine hervorragende wissenschaftliche Arbeit erhielt er nun vom Altertumsverein Paderborn den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis. Nach einer Führung durch das Hoesch-Museum wurden die Besucher von Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn) begrüßt. Prof. Dr. Werner Freitag (Westfälische Landesgeschichte der WWU / IStG), der die Arbeit wissenschaftlich betreut hat, hielt die Laudatio. Der Preisträger stellte anschließend selbst einige Aspekte aus seiner Forschungsarbeit vor. Die Veranstaltung wurde musikalisch auf dem Akkordeon von René Madrid begleitet. Die Dissertation von André Biederbeck ist als Band A99 in der Reihe Städteforschung erschienen, sie kann bei böhlau bestellt werden.

7. Dezember 2018|

80 Jahre Pogromnacht – Gedenkwoche wird geplant

Am 9. November 1938 brannten in Stadt und Kreis Paderborn die Synagogen nieder. Das städtische Kulturamt, die Universität, die Jüdische Kultusgemeinde und die Christlich-Jüdische Gesellschaft nehmen den 80. Jahrestag zum Anlass, um mit zahlreichen Akteuren aus Kultur und Wissenschaft eine Gedenkwoche zu gestalten. Vertreter der Museen, der Universität, der Kirchen und Vereine sowie interessierte Studenten trafen sich vor kurzem in der Universität Paderborn und bereiteten die Gedenkwoche vor.
Eine gemeinsame Internetseite ist die zentrale Plattform für Informationen zur Gedenkwoche. Sie ist unter der Adresse www.80jahrepogrom.jgpb.de zu finden. Dr. Sebastian Bischof vom Lehrstuhl für Zeitgeschichte des Historischen Instituts der Uni Paderborn machte deutlich, dass neben dem Gedenken auch eine aktive Auseinandersetzung mit Antisemitismus gefordert ist. Hierzu wird es ebenfalls Veranstaltungen geben. Das Stadtmuseum, das die zerstörte Paderborner Synagoge in einer medialen Rekonstruktion zeigt, wird das Forschungsprojekt „Synagoge in Deutschland“ der TU Darmstadt vorstellen. Ausstellungen zur jüdischen Kultur und Kunst wird es im Stadtmuseum Brakel und im Kreismuseum Wewelsburg geben. Ziel ist es, in den Kreisen Paderborn und Höxter eine breite Beteiligung an der Gedenkwoche zu erreichen.

Bildquelle: Ansichtskarte mit der Paderborner Synagoge (Stadt- und Kreisarchiv Paderborn)

4. Oktober 2018|