Vorstands und Beirat gewählt

Vorstand und Beiratsmitglieder des Altertumsvereins
freuen sich über eine gelungene Mitgliederversammlung in Minden.

Am 25. Mai 2019 tagten die Mitglieder des Altertumsvereins in Minden – der preußischen Garnisonsstadt. In diesem Jahr standen Wahlen zum Vorstand, Beirat und den weiteren Vereinsgremien auf dem Programm. Auf der Versammlung bedankte sich Direktor Dr. Andreas Neuwöhner bei den ausscheidenden Vorstands- und Beiratsmitgliedern, die sich über viele Jahre sich für den Verein engagiert haben.

Auch Vorstandsmitglied Dr. Rainer Decker hat aus Altersgründen die Redaktion der Westfälischen Zeitschrift abgegeben. Es ist seiner fachkundigen Arbeit zu verdanken, dass die WZ für die Forschung zur westfälischen Landesgeschichte heute unverzichtbar ist. Herzlichen Dank!

Vorstandsmitglieder

  • Vereinsdirektor: Dr. Andreas Neuwöhner
  • Stellv. Vereinsdirektor: Prof. Peter E. Fäßler
  • Geschäftsführer: Jonas Eberhardt
  • Schatzmeister: Franz-Josef Krüger
  • Schriftführerin: Marianne Witt-Stuhr
  • Redaktion WZ: Wilhelm Grabe
  • Studienfahrten: Marianne Moser

Beiratsmitglieder

  • Prof. Dr. Rüdiger Althaus (Domkapitel Paderborn, Theologische Fakultät),
  • Philipp Freiherr von Fürstenberg (Bank für Kirche und Caritas),
  • Prof. Dr. Michael Ströhmer (Uni Paderborn),
  • Michael Gosmann (Stadtarchiv Arnsberg),
  • Nicole Michaelis (Direktorin Theodorianum),
  • Kirsten John-Stucke, M.A. (Kreismuseum Wewelsburg),
  • Dr. Martin Kroker (Museum in der Kaiserpfalz),
  • Michael Koch (Stadtarchiv Höxter),
  • Roland Linde (Detmold),
  • Michael Pavlicic (Stadtarchiv Lippspringe),
  • Prof. Dr. Eva Maria Seng (Uni Paderborn),
  • Dr. Sven Spiong (LWL-Archäologie),
  • Wolfang Stüken (Paderborn),
  • Andreas Weiß, M.A. (Kreismuseum Wewelsburg),
  • Hans Jürgen Rade (Domvikar)

 

14. Mai 2019|

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Gratulation: Prof. Dr. Werner Freitag (WWU); Dr. André Biederbeck (TU Dortmund); Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn) und Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund) bei der Preisverleihung im Hoesch-Museum (von links).

Im Wilhelminischen Kaiserreich bildete sich mit der sozialistischen Arbeiterschaft ein Milieu heraus, dessen Existenz einer permanenten Selbstdeutung bedurfte. Großes Gewicht kam dabei den Vereinsorten zu, an denen bei Versammlungen und Festen gesellschaftliche Konflikte wachgehalten und Zukunftsvisionen beschworen wurden. Vereinslokale waren Orte, an denen sich die auf verschiedene Arbeits- und Wohnstätten verteilten Arbeiter(-familien) einer Stadt bzw. Region begegnen und einander bewusst werden konnten. Am Beispiel Dortmunds und seines Umlandes spürt der Historiker Andrè Biederbeck die Knotenpunkte des Vereinslebens auf – u.a. Vereinsgaststätten, Gewerkschaftshaus, Verlagsgebäude – und untersucht deren Relevanz für die Herausbildung einer sozialistischen Identität.

Für seine hervorragende wissenschaftliche Arbeit erhielt er nun vom Altertumsverein Paderborn den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis. Nach einer Führung durch das Hoesch-Museum wurden die Besucher von Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn) begrüßt. Prof. Dr. Werner Freitag (Westfälische Landesgeschichte der WWU / IStG), der die Arbeit wissenschaftlich betreut hat, hielt die Laudatio. Der Preisträger stellte anschließend selbst einige Aspekte aus seiner Forschungsarbeit vor. Die Veranstaltung wurde musikalisch auf dem Akkordeon von René Madrid begleitet. Die Dissertation von André Biederbeck ist als Band A99 in der Reihe Städteforschung erschienen, sie kann bei böhlau bestellt werden.

7. Dezember 2018|

80 Jahre Pogromnacht – Gedenkwoche wird geplant

Am 9. November 1938 brannten in Stadt und Kreis Paderborn die Synagogen nieder. Das städtische Kulturamt, die Universität, die Jüdische Kultusgemeinde und die Christlich-Jüdische Gesellschaft nehmen den 80. Jahrestag zum Anlass, um mit zahlreichen Akteuren aus Kultur und Wissenschaft eine Gedenkwoche zu gestalten. Vertreter der Museen, der Universität, der Kirchen und Vereine sowie interessierte Studenten trafen sich vor kurzem in der Universität Paderborn und bereiteten die Gedenkwoche vor.
Eine gemeinsame Internetseite ist die zentrale Plattform für Informationen zur Gedenkwoche. Sie ist unter der Adresse www.80jahrepogrom.jgpb.de zu finden. Dr. Sebastian Bischof vom Lehrstuhl für Zeitgeschichte des Historischen Instituts der Uni Paderborn machte deutlich, dass neben dem Gedenken auch eine aktive Auseinandersetzung mit Antisemitismus gefordert ist. Hierzu wird es ebenfalls Veranstaltungen geben. Das Stadtmuseum, das die zerstörte Paderborner Synagoge in einer medialen Rekonstruktion zeigt, wird das Forschungsprojekt „Synagoge in Deutschland“ der TU Darmstadt vorstellen. Ausstellungen zur jüdischen Kultur und Kunst wird es im Stadtmuseum Brakel und im Kreismuseum Wewelsburg geben. Ziel ist es, in den Kreisen Paderborn und Höxter eine breite Beteiligung an der Gedenkwoche zu erreichen.

Bildquelle: Ansichtskarte mit der Paderborner Synagoge (Stadt- und Kreisarchiv Paderborn)

4. Oktober 2018|

Trauer um Beiratsmitglied Horst-Dieter Krus

Ehemaliger Kreisarchivar und Heimatgebietsleiter starb im Alter von 68 Jahren

Der Altertumsverein Paderborn trauert um Beiratsmitglied Horst-Dieter Krus, der auf einer gemeinsamen Vorstands- und Beiratssitzung völlig unerwartet verstorben ist. Herr Krus engagierte sich seit 1991 für unseren Verein und die Belange der westfälischen Kulturregion.

Nach seinem Studium der Geografie und der Anglistik an der Universität in Göttingen arbeitete er zunächst an einigen ortsgeschichtlichen Projekten, bevor er anschließend über 20 Jahre als Kreisarchivar für den Kreis Höxter tätig war. Als Redakteur des Kreisjahrbuchs und Heimatgebietsleiter der Ortsheimatpflege für das Hochstift Paderborn und das Corveyer Land hat er über viele Jahre aktiv die Beschäftigung mit der regionalen Geschichte gefördert.

Neben Stadtgeschichtsmonographien sind besonders seine Werke und seine Forschung zur Novelle der Judenbuche bekannt. Dabei untersuchte Horst-Dieter Krus die historischen Hintergründe, in denen das literarische Werk „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff entstanden ist. Seine Erkenntnisse erschienen nicht nur  in den verschiedensten Publikationen, er begeisterte damit auch viele Menschen für die Geschichte der heimischen Region. Sein unermüdliches Engagement äußerte sich in zahlreichen weiteren Ehrenämtern.

Der Altertumsverein Paderborn und die heimische Region verlieren einen engagierten Heimatfreund, wir werden ihn sehr vermissen. Bildzeile: Heimatfreund und Forscher Horst-Dieter Krus verstarb im Alter von 68 Jahren. Bildquelle: Bellersen (Facebookseite)

13. Juni 2018|

Zur europäischen Bedeutung der Paderborner Wasserkunst

Zum Internationalen Tag des Wassers lädt der Altertumsverein gemeinsam mit den Freunden der Pader und der Stadt Paderborn zu einem Vortrag ein. Dr. Michael Ströhmer erläutert die europäische Dimension der Paderborner Wasserkunst und den internationalen Wissenstransfers im 16. Jahrhundert. Der Ingenieur Christian Seidel von der Technischen Universität Braunschweig berichtet über Wasserkraftmaschinen als die ältesten Energiemaschinen der Menschheit. Er spannt einen Bogen von der Antike über die industrielle Revolution bis in die heutige Zeit, wo Wasserrädern und den effizienten Wasserkraftschnecken im Rahmen der Energiewende wieder eine neue Bedeutung zukommt.

Vortrag am 22. März mit  Dr. Michael Ströhmer, Universität Paderborn | Dipl.-Ing. Christian Seidel, Technische Universität Braunschweig

Theologische Fakultät |Kamp 6, 33098 Paderborn |Raum H2 (Hörsaal 2) |18:00 – ca. 19:30 Uhr

Bildinfo: Stadtarchiv Paderborn, Zeichnung der Wasserkunst, A5253, p.359;
Reproduktion des Kunstwerkes: www.hoffmannfoto.de, Fotografie und Design Ansgar Hoffmann, Zur Kammersennne 6, D-33189 Schlangen

11. März 2018|

Die Steine des Paderborner Doms – Tagesfahrt mit Ulrich Kaplan und Marianne Moser

Samstag, 24. März 2018

Leitung: Ulrich Kaplan, Marianne Moser M.A.

Der Bausteineforscher Ulrich Kaplan setzt seine spannende Fahrt zu den Abbaustellen für Gesteine, die im Paderborner Dom Verwendung fanden, im Frühjahr 2018 fort.

Stationen der Exkursion sind:

– Etteln, Papenberg, vermutlich mittelalterliche Abbauspuren von Kalkstein

– Neuenheerse Bahnhof, Steinbruch, Lieferant für Wiederaufbau des Doms

– Neuenheerse, Zangenberg, historische Abbauspuren bis Mitte 19. Jh.

– Neuenheerse, Stiftskirche

– Neuenheerse, Sportplatz, Gipsabbau (für Stuck)

– Neuenheerse, Steinbruch Theodor Schmitz, „Eggebruch“, Hauptlieferant für Wiederaufbau des Doms, u.a. Amts- und Landgericht Paderborn

– Willebadessen, Alte Eisenbahn, um 1846 eingestellte Eisenbahnbaustelle, Ostende 1948 Steinbruch für Wiederaufbau Dom

– Willebadessen, Stiftskirche, Schloss

– Willebadessen-Borlinghausen, Teutonia, Abbaustelle für Bodefliesen des Meinwerkdoms.

Für diese Ganztagesfahrt mit Mittagspause wird ein Bus eingesetzt. Die Essenskosten sind selbst zu tragen, festes Schuhwerk ist unbedingt notwendig, teilweise Laufstrecken von 25 Minuten.

Fahertzeiten:

9.00 Uhr Abfahrt Liboriberg,

9.05 Uhr Abfahrt Busbahnhof am Hauptbahnhof,

17.30 Uhr Rückkehr in Paderborn.

 Teilnahmegebühr für Fahrt und Führung: 26 € (Nicht-Mitglieder: 30 €), zzgl. Mittagessen.

Anmeldungen bis Donnerstag, 15. März 2018, schriftlich beim Verein Pontanusstr. 55 (Stadt- und Kreisarchiv), 33095 Paderborn, gegen Abbuchung (nur Vereinsmitglieder) oder Überweisung Volksbank Paderborn-Höxter, IBAN: IBAN: DE 75 4726 0187 3120 7300, BIC: DGPBDE3MXXX.

Bildinfo: https://www.klosterlandschaft-westfalen.de

11. März 2018|

Meyer-Preis für Dr. Martin Dröge

Bildzeile: Der Altertumsverein Paderborn hat den Meyer-Preis an Dr. Martin Dröge (zweiter von rechts) verliehen. Ihm gratulierten (von links) Laudator Prof. Dr. Dietmar Klenke, der Direktor des Altertumsvereins,Dr. Andreas Neuwöhner, und Bürgermeister Michael Dreier.

Herausragende biographische Arbeit über NS-Täter Karl Friedrich Kolbow

Paderborn. Wie wird man zu einem Schreibtischtäter im Nationalsozialismus? Und welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang das Selbstverständnis von Männlichkeit, Kameradschaft und „Volksgemeinschaft“ in der NS-Zeit? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Dissertation des Historikers Dr. Martin Dröge, mit dem Titel „Männlichkeit und ,Volksgemeinschaft‘. Der westfälische Landeshauptmann Karl Friedrich Kolbow (1899-1945); Biographie eines NS-Täters.

Für seine hervorragende wissenschaftliche Arbeit erhielt er nun vom Altertumsverein Paderborn den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis. Seine Arbeit hat Martin Droge inzwischen auch als Biographie herausgegeben, die beim Verlag Ferdinand Schöningh erschienen ist.

Über die Biographie: Karl Friedrich Kolbow – Mitglied der NSDAP seit 1921 – war von 1933 bis 1944 Landeshauptmann der Provinz Westfalen. Der überzeugte Nationalsozialist verfolgte das Ziel, die ‚Volksgemeinschaft‘ durch die „Erneuerung des Volkstums“ zu stärken, um im ideologisch überhöhten „Kampf ums Dasein“ bestehen zu können. Zugleich verkörperte er den Typ des idealistischen ‚Alten Kämpfers‘, der einige parteiinterne Entwicklungen des Nationalsozialismus kritisch bewertete. Kolbow blieb dabei stets Anhänger der nationalsozialistischen Weltanschauung, die vor allem den rassischen Wert der Menschen in den Mittelpunkt rückte. Bereitwillig übernahm er daher auch die Verantwortung für die Durchführung des NS-‚Euthanasie‘-Programms in Westfalen. Er wurde damit zu einem der zahlreichen Schreibtischtäter des ‚Dritten Reichs‘.
Die biographische Studie von Martin Dröge nutzt den Ansatz der Männlichkeitengeschichte sowie neuere Forschungen zur nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, um das Handeln und Verhalten dieses NS-Täters auf eine breitere Erklärungsgrundlage zu stellen. Sie führt beide Perspektiven über das Gemeinschaftsideal der Kameradschaft zusammen, das im ‚Dritten Reich‘ zum gesellschaftlichen Leitbild wurde.

 

19. November 2017|

Nachruf auf Professor Heinrch Rüthing

„Dat is nu allet gedain.“ (Bruder Göbel aus Böddeken)

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass Prof. Dr. Heinrich Rüthing am 26. Juli 2017 mit 79 Jahren verstorben ist.

„Wer sich mit der Erforschung der westfälischen Geschichte beschäftigt, der muss Mitglied im Altertumsverein sein.“ Mit diesem Satz ermunterte Professor Heinrich Rüthing seine Bielefelder Studenten zu einer Mitgliedschaft im Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens. Als Vorstandsmitglied engagierte er sich selbst viele Jahre für unseren Altertumsverein. Seine interdisziplinären Dokumentationsarbeiten und sein ehrenamtliches Engagement waren beispielhaft für Westfalen. Mit seiner lebendigen Sprache verstand es der Historiker und Autor ein breites Publikum zu fesseln.

Prof. Dr. Heinrich Rüthing

Prof. Dr. Heinrich Rüthing (1937-2017)

„Lehre und Forschung spielte sich bei Heinrich Rüthing nicht im engen Turm der Hochschule ab. Allzeit hat er die Verbindung zwischen Universität und Region gesucht“, schrieb Johannes Altenberend im Jahr 2002 zur Emeritierung seines Kollegen in der Festschrift Kloster-Stadt-Region. Als der aktive Wissenschaftler 2012 mit dem LWL-Landespreis ausgezeichnet wurde, schrieb die Jury: „In den beiden regionalen Geschichtsvereinen, dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn, und dem Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg hat er mit Vorträgen und regionalgeschichtlichen Exkursionen im östlichen Westfalen eine ganze Geschichtslandschaft für geschichtsinteressierte Laien erschlossen.“ Als Mitglied der historischen Kommission für Westfalen arbeitete Heinrich Rüthing intensiv an Chroniken und Tagungsbeiträgen. Darüber hinaus engagierte er sich auch in der Auswahljury für den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Als Mediävist arbeitete und lehrte der gebürtige Paderborner von 1972 bis 2002 über drei Jahrzehnte an der Fakultät für Geschichtswissenschaft in Bielefeld. Zuvor hatte er in Münster, Konstanz und Erlangen unter anderem bei Herbert Grundmann und Arno Borst studiert. Wie wenige Historiker verstand er es, vergangene Zeiten und Personen lebendig werden zu lassen: Dabei konzentrierte er sich auf die monastische Welt des Mittelalters und der frühen Neuzeit, die Geschichte der vormodernen Stadt und die Region Westfalen. Seine Dissertation über den Karthäuser Heinrich Egher von Kalkar, die Habilitation über „Höxter um 1500“ und seine Arbeiten zu den Böddeker Augustiner-Chorherren markieren bis heute wichtige Meilensteine der historischen Forschung.

Seine Studenten begeisterte er in vielen Vorlesungen, Seminaren und Übungen mit seiner lebendigen Vermittlung auch schwieriger wissenschaftlicher Inhalte. Darüber hinaus hatte er immer auch ein offenes Ohr für persönliche Anliegen. Quasi mit dem lehrenden Zeigefinger geboren verstand er die Lehre als zentrale Aufgabe eines jeden Historikers: Seine Übungen zur Paläographie, Numismatik oder Heraldik waren sogar früh morgens oder am späten Nachmittag gut besucht.

Auf seinen akribisch vorbereiteten Exkursionen nahm er junge und ältere Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit wehendem Mantel auf eine farbige Entdeckungsreise durch die alltägliche Welt des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Heinrich Rüthing gebührt großer Dank und wir freuen uns sehr, dass er mit seiner unermüdlichen Schaffenskraft den Altertumsverein Paderborn so viele Jahre unterstützt hat. Wir werden ihn sehr vermissen.

12. August 2017|

Archäologische Exkursion – Auf der Suche nach Spuren vergangener Orte!

Fehden, Pest, Landflucht, Krisen der Landwirtschaft: Im Mittelalter ereigneten sich manche Katastrophen, die gravierenden Einfluss auf die Siedlungslandschaft hatten, auch in Paderborn Das zeigt eine systematische Prospektion der aufgegebenen Orte, die das Fachreferat für die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit derzeit im Gebiet des Kreises Paderborn durchführt, weil hier nur etwa ein Viertel der Ortswüstungen ihrer exakten Lage nach bekannt ist.“ nach: (Blog der LWL Archäologie für Westfalen, Publikationsdatum: 04.11.2016, Themen: Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, Spezialgebiete) Wüstungen im Paderborner Land und anderswo. Kartenentwurf: LWL/Rudolf Bergmann

 

Dr. Rudolf Bergmann von der LWL-Archäologie in Münster, promovierte einst über „Die Wüstungen des Geseker Hellwegraumes“. Inzwischen hat er sich von Westen angenähert und nun auch der Region um Paderborn angenommen. Im Hochstift verschwanden im 14. Jahrhundert mehr als die Hälfte der bestehenden Orte. Manche sind bekannt, andere werden bis heute gesucht. Viele sind unwissentlich seit Jahren Ziele von Sonntagsspaziergängen. Mit Herrn Bergmann haben wir gemeinsam diese Plätze in der Landschaft aufgesucht und ihre Geschichte ganz neu beleuchtet – oder wussten Sie, das die „Hilligen Seele“ Mittelpunkt eines untergegangenen Dorfes war?

30. Mai 2017|
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