Meyer-Preis

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Der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für Arbeiten junger Historiker zur Landesgeschichte Ost- und Südwestfalens  wird seit 1991 vom Altertumsverein Paderborn vergeben (Satzung des Preises vom 18. April 2009).

Die Preisträgerinnen und Preisträger und ihre Arbeiten:

1991
Michael Drewniok
Das Busdorfstift in Paderborn. Wirtschaftsgeschichte eines westfälischen Kollegiatstifts im Mittelalter
Dissertation, Münster

1992
Ralph Günther
Der Arnsberger Wald im Mittelalter. Forstgeschichte als Verfassungsgeschichte
Dissertation, Münster

1993
Michael Frank
Gestörte Ordnung. Dörfliche Gesellschaft und Kriminalität. Das Fallbeispiel Lippe (1650-1800)
Dissertation, Bielefeld

1994
Caroline Wagner
Die NSDAP auf dem Dorfe. Eine Sozialgeschichte der Machtergreifung in Lippe
Dissertation, Münster

1995
Matthias Becher
Rex, dux und gens. Untersuchungen zur Entstehung des sächsischen Herzogtums im 9. und 10. Jahrhundert
Habilitationsschrift, Paderborn

1997
Jörg Deventer
Das Abseits als sicherer Ort? Jüdische Minderheit und christliche Gesellschaft im Alten Reich am Beispiel der Fürstabtei Corvey (1550-1807)
Dissertation, Hamburg

1998
Ulrich Rasche
Necrologien, Anniversarien und Obödienzenverzeichnisse des Mindener Domkapitels aus dem 13. Jahrhundert
Dissertation, Göttingen

2000
Jürgen Lotterer
Gegenreformation als Kampf um die Landesherrschaft. Studien zur territorialstaatlichen Entwicklung des Hochstifts Paderborn im Zeitalter Dietrichs von Fürstenberg (1585-1618)
Dissertation, Bochum

2001
Michael Ströhmer
Constitutio in praxi. Zur Rezeption der Carolina in den frühen Hexenprozessen der Stadt Lemgo (1583-1621)
Dissertation, Paderborn

2002
Anne Strunz-Happe
Wandel der Agrarverfassung. Die Bauernbefreiung im ehemaligen Hochstift Paderborn im 19. Jahrhundert
Dissertation, Berlin

2003
Andreas Neuwöhner
Städtische Autonomie und „frühmoderner“ Staat. Verwaltung und Finanzen der Stadt Paderborn im 17. Jahrhundert
Dissertation, Paderborn

2004
Jörg Ernesti
Ferdinand von Fürstenberg (1626-1683). Geistiges Profil eines barocken Fürstbischofs
Habilitationsschrift, Mainz

2005
Mareike Menne
Herrschaftsstil und Glaubenspraxis. Die bischöflichen Visitationen im Fürstbistum Paderborn in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts
Dissertation, Paderborn

2006
Stephan Dusil
Die Soester Stadtrechtsfamilie und ihre Quellen im Vexierspiegel der rechtshistorischen Forschung
Dissertation, Frankfurt/Main

2007
Barbara Groß
Hexerei in Minden. Zur sozialen Logik von Hexenverdächtigungen und Hexenprozessen in einer frühneuzeitlichen Stadt
Dissertation, Münster

2008
Andreas Müller
Die Ritterschaft im Herzogtum Westfalen 1651-1803.Dissertation, Paderborn
Dissertation, Paderborn

2009
Sonja Herzig
Archäologische Untersuchung einer Kirchenwüstung bei Brilon-Rösenbeck. Magisterarbeit, Tübingen

2011
Jan Ludwig
„Blei, Zink und Schwefelkies. Erzbergbau im Sauerland 1740-1909

2016
Thorsten Süß
Partikularer Zivilprozess und territoriale Gerichtsverfassung. Das weltliche Hofgericht in Paderborn und seine Ordnungen 1587-1720

2017
Martin Dröge
Männlichkeit und ,Volksgemeinschaft‘. Der westfälische Landeshauptmann Karl Friedrich Kolbow (1899-1945); Biographie eines NS-Täters

2018
André Biederbeck
Das Dortmunder Arbeitermilieu 1890–1914

Satzung des Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preises für engagierte Nachwuchs-Wissenschaftler

  1. Der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e. V., hat einen Preis in Höhe von 2.500,00 EUR, in Worten „Zweitausendfünfhundert Euro“, gestiftet. Er trägt zur Erinnerung an den Domherrn Ignaz Theodor Liborius Meyer, der den Verein 1824 in Paderborn gegründet hat, dessen Namen.
  2. Der Preis wird jährlich für hervorragende Arbeiten von Nachwuchshistorikern zur Geschichte Ost- und Südwestfalens ausgelobt. Eine Rechtspflicht zur alljährlichen Verleihung besteht nicht. Der Preis kann nicht geteilt werden.
  3. Bewerbungen und Vorschläge für das kommende Jahr sind unter Beifügung der Arbeit in doppelter Ausfertigung sowie der zugehörigen Gutachten, sofern vorhanden,  bis zum 31. Oktober des laufenden Jahres beim Vereinsdirektor oder bei der Vereinsgeschäftsstelle einzureichen.
  4. Über die Vergabe des Preises entscheidet ein Preisgericht, das aus sieben Mitgliedern besteht und von der Mitgliederversammlung der Abteilung Paderborn für vier Jahre gewählt wird. Ihm sollen der Vereinsdirektor, drei Vorstands- und Beiratsmitglieder der Abteilung und je ein Vertreter von Universitäten, von Archiven und der Historischen Kommission für Westfalen angehören.
  5. Das Preisgericht wird vom Vereinsdirektor einberufen. Es ist beschlussfähig, wenn wenigstens vier seiner Mitglieder und darunter je ein Vertreter der Universitäten und der Archive anwesend sind.
  6. Das Preisgericht entscheidet mit der absoluten Mehrheit, soweit es sich um Abstimmungen mit mehr als zwei Kandidaten handelt. Im Übrigen genügt die Mehrheit der Ja-Stimmen über die Nein-Stimmen. Bei Stimmengleichheit wird die Abstimmung einmal wiederholt. Bei erneuter Stimmengleichheit entscheidet das Los. Eine geheime Abstimmung ist ausgeschlossen.
  7. Der Preis kann nur einmal an dieselbe Person verliehen werden.
  8. Der Preisträger  wird durch den Vereinsdirektor verkündet.
  9. Der Rechtsweg ist bei Vergabe des Preises ausgeschlossen.

Bad Oeynhausen, den 18. April 2009

Beschlossen von der Mitgliederversammlung des Altertumsvereins in Bad Oeynhausen am 18. April 2009.