Wer im Mittelalter als rechtmäßiger römisch-deutscher König gelten wollte, musste nach der Krönung auf dem Thron in der Aachener Pfalz Karls des Großen Platz nehmen. So sahen es die Gewohnheiten der Herrschererhebung vor und so fasste es der Sachsenspiegel im 13. Jahrhundert in eine Formel von geradezu verfassungsmäßigem Anspruch. Der Vortrag von Prof. Dr. Harald Müller (Aachen) verfolgt die Sesshaftwerdung Karls des Großen in Aachen, die Manifestation seiner Kaiserwürde in der dort neuerbauten Pfalz und die spätere Monumentalisierung von Karls Herrscherpersönlichkeit im archisolium regni (Wipo), dem „Erzstuhl des Reiches“.
Gemeinsamer Vortrag mit dem Historischen Institut der Universität Paderborn, Prof. Katharina Mersch

