Allgemein

Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung im 200. Jubiläumsjahr des Altertumsvereins

Liebe Mitglieder,

der Paderborner Altertumsverein feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag.

Unsere Mitgliederversammlung werden wir daher am 15. Juni im Stadtmuseum Paderborn halten. Dort ist ab dem 1. März die Ausstellung „Stadtansichten“ zu sehen, zu der der Altertumsverein einige Bilder beigesteuert hat. Zudem werden wir uns auf den Weg machen und das Gartenhaus besuchen, in dem unser Verein vor 200 Jahren gegründet wurde. Es befindet sich heute auf dem Gelände der Blindenschule.

Programm der Mitgliederversammlung

10.00 – 11.00 Uhr

1. Begrüßung: Vereinsdirektor
Dr. Andreas Neuwöhner
Grußwort: Bürgermeister
von Paderborn, Michael Dreier

2. Genehmigung des Protokolls
der letzten Mitgliederversammlung

3. Bericht des Vereinsdirektors

4. Bericht des Schatzmeisters

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Entlastung des Vorstands

7. Verschiedenes

11.00 – 11.15 Uhr Kaffeepause

11.15 – 12.00 Uhr Vortrag von Dr. Sarah Masiak:
„Selbstbezichtigungen – Die Teufelskinder im Hochstift Paderborn 1601-1703“

12.00 – 12.45 Uhr Führung durch die SonderAusstellung „Ein Blick zurück… Stadtbilder heute und früher“

12.45 – 13.45 Uhr Mittagessen

13.45 – 14.00 Uhr Fußweg zum Meyerschen Gartenhaus in der Leostraße

14.00 – 15.00 Uhr Besichtigung der Ausstellung im Meyerschen Gartenhaus

Teilnahmegebühr für Vorträge, Führungen und Mahlzeiten: 30 €
Anmeldungen bis Freitag, 7. Juni 2023, schriftlich oder telefonisch nur bei der Vereinsgeschäftsstelle,
Pontanusstr. 55 (Stadt- und Kreisarchiv), 33102
Paderborn, Tel.: 05251/88-11598, gegen Abbuchung.


Über uns: Der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e. V., hat in seiner 200-jährigen Geschichte nachhaltige Spuren im ostwestfälischen Raum hinterlassen. Seit seiner Gründung im Jahr 1824 steht er für die Erhaltung und Sicherung historischer Dokumente. Damals rettete der Verein die bedrohten Archivbestände von säkularisierten Klöstern und gab das Westfälische Urkundenbuch heraus. Das Archiv und die Bibliothek des Altertumsvereins befinden sich heute in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek. Die umfangreichen archäologischen, kunstgeschichtlichen und numismatischen Sammlungen befinden sich in verschiedenen Museen. In den vergangenen Jahren hat der Altertumsverein zahlreiche historische Ausstellungen mit Exponaten und Leihgaben unterstützt.

Fördern und Forschen
Mit der eigenen Reihe „Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte“ fördert der Verein die wissenschaftliche Regionalforschung. Gemeinsam mit dem Landschaftsverband und dem Altertumsverein Münster wird außerdem in jedem Jahr der „Tag der westfälischen Geschichte“ veranstaltet. Darüber hinaus steht auch die Förderung von engagierten Nachwuchshistorikern im Fokus der Vereinsarbeit: Jährlich wird der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis vergeben. Mit diesem Preis werden Nachwuchswissenschaftler für herausragende Arbeiten, die sich mit Geschichte Ost- und Südwestfalens befassen, ausgezeichnet. Mitgliederversammlungen, wissenschaftliche Vorträge, Ausstellungen, Studien- und Museumsfahrten runden das Vereinsprogramm ab. Vereinsmitglieder erhalten kostenlos die „Westfälische Zeitschrift“, die Zeitschrift „Westfalen“ und werden zu Vorträgen und Exkursionen eingeladen.

 

12. Mai 2024|

Tagesexkursion am 8. Juni: Auf den Spuren der „Hagener Initiative“ (auch: des „Hagener Impulses“)

Die Exkursion nach Hagen am 8. Juni widmet sich dem Wirken von Karl Ernst und Gertrud Osthaus. Beide verfügten über ein großes ererbtes Vermögen und begannen früh, Kunstwerke und kunstgewerbliche Objekte zu sammeln, Karl Ernst Osthaus zudem naturwissenschaftliche Objekte, vor allem eine umfangreiche Sammlung von Schmetterlingen. Er machte den provinziellen Industrieort Hagen für zwei Jahrzehnte zu einem Leuchtturm der frühen modernen Kunst in Deutschland. Osthaus begann zunächst mit dem Sammeln konventioneller akademischer Kunst. Als Student schloss er sich in Straßburg einer rechtsnationalistischen, antisemitischen und chauvinistischen Studentenvereinigung, dem Alldeutschen Verein deutscher Studenten, an. Entscheidende Wendemarke wurde für ihn ein Aufsatz des Kunstschriftstellers und deutschen „Kunstpapstes “ Julius Meier-Graefe über den Jugendstilarchitekten-Designer Henry van de Velde nach dessen Ernennung zum Direktor der Weimarer Kunsthochschule. Der Aufsatz änderte umstürzend Osthaus‘ Ansichten von Kunst und Kunstgewerbe. Er beriet sich seitdem nicht nur mit van de Velde über den Bilderankauf, sondern beauftragte ihn auch mit dem Bau seiner Stadtvilla und dem Innenausbau des im Äußeren gerade im historistischen Stil entstehenden Museums bei der Hauptkirche Hagen, der Marienkirche, und gewann andere bedeutende Künstlerinnen und Künstler dafür, eine Zeit lang in Hagen zu wirken. Den Brunnen in der Eingangshalle schuf der flämische Jugendstilbildhauer Georg Minne. Erworben hatte Osthaus ihn schon zuvor. Den Vortragssaal gestaltete der Architekt Peter Behrens, von dem im Folgenden noch mehr zu erfahren ist.

Karl Ernst Osthaus, Gemälde von Ida Gerhardi (1903) Quelle: Wikipedia / Osthausmuseum

Karl Ernst Osthaus, Gemälde von Ida Gerhardi (1903)
Quelle: Wikipedia / Osthausmuseum

Das Museum erlangte rasch Berühmtheit. Bei seiner Villa sollte eine Gartenstadt entstehen, es kam jedoch nur zu einer Reihe von Gebäuden für einige der nach Hagen gekommenen Künstlerinnen und Künstler. Auch sozialpolitisch wurde Osthaus aktiv und unterstützte, u. a. in Zusammenarbeit mit dem sozialpolitisch ausgerichteten Hagener Oberbürgermeister Willi Cuno (1901 – 1927), die Errichtung von zwei Arbeiterkolonien, der Siedlung im Wasserlosen Tal und der Cunosiedlung.

Zur Förderung der Kunst und des Kunstgewerbes gründete Osthaus in Hagen auch eine Malschule, eine Kunstfertigkeits- (Kunstgewerbe-)Schule, die Hagener Silberschmiede und das Museum für Kunst in Handel und Gewerbe. Mit seinem Einsatz für die künstlerische Qualität kunstgewerblicher Produkte wurde Osthaus einer der Ersten, die den Anspruch auf kunstgewerbliche Produkte als Teil der Kunst erhoben haben. Er wurde auch ein Gründungsmitglied des Deutschen Werkbundes, der 1907 in München von Architekten, Designern und Künstlern gegründet worden ist und in dem er Einfluss gewann. Zu den Mitbegründern gehörten auch van de Velde und Peter Behrens. Diesen Architekten, der anfangs als Jugendstilarchitekt, vor allem aber als Architekt der frühen Moderne, als Industriedesigner und Maler berühmt wurde, holte Osthaus auch nach Hagen, wo er das Krematorium erbaute nach dem Vorbild der Kirche San Miniato al Monte oberhalb von Florenz, die Wände in schwarzweißen geometrischen Mustern. Das Krematorium entstand noch vor der Deutschen Botschaft in Sankt Petersburg und der Siemensturbinenhalle in Berlin, die als herausgehobene Ikonen der frühen architektonischen Moderne gelten. Auch das Hagener Krematorium ist eine solche Ikone der modernen Architektur, kann aber in das Besichtigungsprogramm nicht aufgenommen werden.

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12. Mai 2024|

Geschichte entdecken – unser Frühjahrsprogramm 2024

Liebe Vereinsmitglieder,

mit dem Frühjahrsrundbrief möchte ich Sie zum Vereinsprogramm des Sommersemesters einladen und über das vielfältige Programm unseres Vereins informieren.


Im Jahr 1824 ist der Altertumsverein im Gartenhaus des Domkapitulars Ignaz Theodor Liborius Meyer gegründet worden. Wir feiern in diesem Jahr also den 200. Geburtstag und im kommenden Jahr wird die Abteilung Münster folgen. Gemeinsam haben wir uns
vorgenommen, einen großformatigen Band über die Sammlungen herauszugeben. Es werden 200 Objekte aus der Archäologie, der Kunstsammlung, der Münzsammlung und aus dem Archiv sowie der Bibliothek vorgestellt. Zahlreiche Autoren arbeiten mit
und ich bin guter Dinge, dass der Band in diesem Jahr erscheinen wird. Ein bleibender Beitrag der beiden Abteilungen zum Jubiläumsjahr. Der Tag der Westfälischen Geschichte wird ebenfalls aus Anlass des Jubiläums am 12./13. April in Paderborn stattfinden. Ich möchte Sie zur Teilnahme in das historische Rathaus von Paderborn herzlich einladen. Es gibt ein interessantes Programm aus Vorträgen und Exkursionen. Das Programm und die Anmeldung liegen hier bei. Unsere Mitgliederversammlung werden wir am 15. Juni im Stadtmuseum Paderborn halten. Dort ist ab dem 1. März die Ausstellung „Stadtansichten“ zu sehen, zu der der Altertumsverein einige Bilder beigesteuert hat. Zudem werden wir uns auf den Weg machen und das Gartenhaus besuchen, in dem unser Verein gegründet wurde. Es befindet sich heute auf dem Gelände der Blindenschule. Ich freue mich auf die Veranstaltungen des Sommersemesters und setze auf ihre Mitwirkung.

Ihr Dr. Andreas Neuwöhner, Vereinsdirektor

 

6. März 2024|

Wertvoller Hausrat: Versteckt – verfallen – vergessen

Paderborner Altertumsverein dokumentiert wertvollen Hortfund aus dem 17. Jahrhundert

Die Sammlung und Erforschung vielfältiger Materialien zur Geschichte Westfalens – v.a. von Archivalien, Büchern, Münzen oder Kunst- und Alltagsgegenständen – zählt zu den originären Aufgaben des Altertumsvereins Paderborn seit seiner Gründung 1824. In diesem Jahr feiert der Verein, der zu den ältesten historischen Vereinen Deutschlands gehört, seinen 200. Geburtstag. „Neben den Vorbereitungen im Jubiläumsjahr gehen die eigentlichen Arbeiten natürlich weiter“, berichtet Prof. Dr. Michael Ströhmer. Gemeinsam mit der Archäologin Marianne Moser M.A. , die als Kustodin die Archäologische Sammlung des Vereins betreut, besucht er Dr. Sonja Hermann (Uni Bonn), die aktuell verschiedene Funde der umfangreichen archäologischen Sammlung für ein Inschriftenbuch dokumentiert. Darunter befindet sich ein sogenannter „Hortfund“ aus der Frühen Neuzeit. „Bei dem Bodenfund handelt es sich um insgesamt acht Zinnschüsseln und einen Bronzegrapen, die wohl 1956 unter der Diele eines Hauses an der Mühlenstraße geborgen worden sind. Das wertvolle Geschirr ist für die Stadtgeschichte von besonderem Interesse, weil mindestens drei der Schüsseln auf ihrer Bodenunterseite mit ungelenken Besitzerinschriften versehen sind“, weiß Michel Ströhmer. „Sie gehörten vermutlich dem Paderborner Bürger Johann tor Breden.“  Die Familie Zur Breden lässt sich seit den 1570er Jahren im Bürgerbuch der Stadt nachweisen und lebte damals in der Maspernbauerschaft. Ein „Johann“ und „Kersting“ zur Breden werden im „Kampf um Paderborn“ um 1600 als Anhänger des protestantischen Bürgermeisters Liborius Wichard in den Akten geführt. Dieser wurde 1604 vom Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg in einem Schauprozess zum Tode verurteilt und anschließend gevierteilt.

Genau hingeschaut: Die Archäologin Marianne Moser kümmert sich zusammen mit Ralf Otte M. A. seit vielen Jahren als Kustodin um die umfangreiche archäologischen Sammlung des Paderborner Altertumsvereins, die Dr. Sonja Herrmann aktuell fotografiert und dokumentiert. Die Objektbeschreibung des Hortfundes wird im Jubiläumsband des Paderborner Altertumsvereins aufgenommen/ zu lesen sein, der zum 200. Geburtstag im Herbst erscheinen wird.

Über Johann zur Breden: Johann tor Breden, seit 1571 eingetragener Bürger im Stadtquartier Maspernbauerschaft, erlebte zusammen mit seinem Sohn Kersting die politischen und religiösen Auseinandersetzungen um die Niederschlagung der Reformation in Paderborn.

Zeitgenössische Quellen berichten, dass beide Anfang Februar 1602 unter dem protestantischen Bürgermeister Liborius Wichard die „große Empörung und Rebellion“ gegen den amtierenden Stadtrat mit angeführt hätten. Hierbei wurden die Ratsherren im oberen Saal des damals noch gotischen Rathauses drei Tage lang inhaftiert. Nach Niederschlagung dieser ersten Bürgerrevolte zählte die Familie tor Breden womöglich zur Anhängerschaft Wichards, dessen „Kampf um Paderborn“ 1604 mit seiner Hinrichtung durch Fürstbischof Dietrich v. Fürstenberg blutig endete. Dessen siegreiche Söldner wurden nach der Eroberung der Stadt bevorzugt in jenen „rebellischen“ Haushalten einquartiert, die als Anhänger des hingerichteten Bürgermeisters galten. Ob hiervon auch das Wohnhaus des Johann zur Breden in der heutigen Mühlenstraße betroffen war, kann nur vermutet werden. Der weitere Verbleib der Familie mit Kersting, seiner Ehefrau Anna Starcken und einer Margarethe thor Breden in der Stadt ist noch für die nächsten 24 Jahre bis 1628 belegt. Damit dürften die Zur Breden auch die Frühphase des Großen Krieges miterlebt haben, die wie 1604 mit mehrfachen Einquartierungen beutehungriger Soldateska einhergegangen war. Somit dürfte sich für die Hausbewohner zwischen 1621/22 (Stadtbesetzung durch Herzog Christian v. Braunschweig) und 1628 vermutlich mehrfach die Notwendigkeit ergeben haben, ihren wertvollen Hausrat vor Diebstahl kurzfristig unter dem Deelenboden in Sicherheit zu bringen. Die Familie tor Breden lebte noch bis Mitte der 1620er Jahre in Paderborn, bevor sich ihre Spur in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verliert. Ob sie vor dem Verlassen ihres Hauses ihr Kücheninventar unter den Dielenbrettern vor plündernden Soldaten o. ä. verborgen hat, bleibt jedoch spekulativ.

 

 

 

Über den Hortfund:

Insgesamt wurden unter dem Holzboden des Hauses in der Mühlenstraße acht Zinnschüsseln entdeckt. Fünf der acht Zinnschüsseln hatten ein Ursprungsgewicht von vier Bremer Pfund (ca. 2000 g), bei den übrigen drei Exemplaren handelt es sich um ehemalige „Dreipfünder“ (ca. 1500 g). Auf den Vierpfündern I und V haben sich jeweils drei parallel eingeschlagene Meister-Marken mit den Initialen „C. D.“ erhalten. Es könnte sich hierbei um den Bremer Kannegießer Claus Detmers (ca. 1573–1603, Meyer-Eichel 1931, S. 86) handeln, da Zinnimporte aus der größeren Hafenstadt in die kleinere Hansestadt Paderborn für die erste Dekade des 17. Jahrhunderts belegt sind. Der Gesamtwert aller acht Schüsseln, welcher sich primär am Materialeinsatz bemaß, lag um 1600 bei ca. sieben bis acht Reichstalern. Dieser Einkaufspreis entsprach ungefähr dem Monatslohn eines Maurerpoliers, der am Paderborner Rathausneubau (1613–18) beschäftigt war.

 

23. Februar 2024|

Tag der Archive – Vortrag zur Geschichte des Erzbistumsarchivs

„Veranstaltung des Erzbistumsarchivs in Kooperation mit dem Altertumsverein Paderborn, am Freitag, den 1.3.2024 um 15 Uhr
Bistumsarchive sind die Gedächtnisse der Diözesen und über die Rolle der Kirche in der Geschichte auch der gesamten Gesellschaft. Sie sichern und erschließen die schriftliche Überlieferung der Diözesen, machen sie allgemein zugänglich und beraten auch die Pfarreien bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe. Neben Pergamenturkunden, Akten, Karten, Plänen und Amtsbüchern werden in Zukunft auch digitale Archivalien wie Webseiten, Dateiablagen, Dokumentenmanagementsysteme und Datenbanken ins Archiv kommen.

Das Erzbistumsarchiv Paderborn beteiligt sich auch in diesem Jahr am bundesweiten Tag der Archive und bietet in Kooperation mit dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn, eine Veranstaltung an. Speziell die Freunde und Mitglieder des Altertumsvereins werden am Freitag, 1. März 2024, um 15:00 Uhr zu einem Vortrag über die Geschichte des Erzbistumsarchiv eingeladen. Zum diesjährigen Thema „Essen und Trinken“ wird im Lesesaal zudem in der Zeit von 8:00 bis 16:00 Uhr eine Archivalienausstellung präsentiert.

Das Erzbistumsarchiv befindet sich im Konrad-Martin-Haus, am sogenannten „Kleinen Domplatz“ (Domplatz 15, 33098 Paderborn). Eine Voranmeldung ist nicht notwendig, aber wünschenswert (Michael Streit, michael.streit@erzbistum-paderborn.de, Tel. 05251/125-1666, oder Julia Hennig, julia.hennig@erzbistum-paderborn.de, Tel. 05251/125-1521).“

19. Februar 2024|

Vortrag im Museum der Kaiserpfalz – Mit Albrecht Dürer die Zeit um 1500 erleben

Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise in das Jahr um 1500 – die Menschen in Europa stehen tief in der Tradition des Mittelalters. Zugleich bricht aber auch mit Macht ein neues Zeitalter an: Amerika wird erschlossen. Die Möglichkeit des Buchdrucks stellt die Welt auf den Kopf. Der Humanismus rückt den Menschen in den Mittelpunkt. Eine neue Kunst entsteht, die Renaissance. Und aus dem ewigen Wunsch nach einer Reform der katholischen Kirche resultiert die Spaltung in viele Konfessionen. Der Historiker und Buchautor Prof. Romedio Schmitz-Esser entfaltet in seinem Vortrag in der Paderborner Kaiserpfalz am 16. Januar 2024 um 20.00 Uhr das faszinierende Panorama Europas am Beginn der Neuzeit. Durch die Brille des Universalgenies Albrecht Dürer erleben wir die vielfältige Lebenswirklichkeit einer ungemein dynamischen Epoche. Er war Maler und Mathematiker, Kupferstecher, Vielreisender und Tagebuchschreiber. Durch Ihn als Zeitgenossen lernen wir (fast) alles über Kindheit, Familie und Sexualität; erkunden Handwerk, Handel und Bankwesen; reisen von Nürnberg nach Venedig oder Antwerpen. Willkommen in der Zeit um 1500!

Die Veranstaltung  in der Kaiserpfalz ist ohne Anmeldung und kostenlos.

Bildquelle: Wikipedia

17. Dezember 2023|

Geschichte für alle Generationen – Altertumsverein freut sich über Heimatpreis 2023

Herzlichen Dank an die Stadt Paderborn für die Ehrung mit dem Heimatpreis 2023! Der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens wird 2024 schon 200 Jahre alt und ist somit der drittälteste Geschichtsverein Deutschlands. Wir freuen uns schon darauf, den Geburtstag im kommenden Jahr gemeinsam mit großen und kleinen Gästen zu feiern.

Im Paderborner Ratssaal nahm Direktor Dr. Anderes Neuwöhner zusammen mit Vereinsgeschäftsführer Jonas Eberhard und Kassierer Jürgen Meier die Ehrung durch Bürgermeister Michael Dreier entgegen.

Über uns: Der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e. V., hat in seiner fast 200-jährigen Geschichte nachhaltige Spuren im ostwestfälischen Raum hinterlassen. Seit seiner Gründung im Jahr 1824 steht er für die Erhaltung und Sicherung historischer Dokumente. Damals rettete der Verein die bedrohten Archivbestände von säkularisierten Klöstern und gab das Westfälische Urkundenbuch heraus. Das Archiv und die Bibliothek des Altertumsvereins befinden sich heute in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek. Die umfangreichen archäologischen, kunstgeschichtlichen und numismatischen Sammlungen befinden sich in verschiedenen Museen. In den vergangenen Jahren hat der Altertumsverein zahlreiche historische Ausstellungen mit Exponaten und Leihgaben unterstützt.

Fördern und Forschen
Mit der eigenen Reihe „Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte“ fördert der Verein die wissenschaftliche Regionalforschung. Gemeinsam mit dem Landschaftsverband und dem Altertumsverein Münster wird außerdem in jedem Jahr der „Tag der westfälischen Geschichte“ veranstaltet. Darüber hinaus steht auch die Förderung von engagierten Nachwuchshistorikern im Fokus der Vereinsarbeit: Jährlich wird der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis vergeben. Mit diesem Preis werden Nachwuchswissenschaftler für herausragende Arbeiten, die sich mit Geschichte Ost- und Südwestfalens befassen, ausgezeichnet. Mitgliederversammlungen, wissenschaftliche Vorträge, Ausstellungen, Studien- und Museumsfahrten runden das Vereinsprogramm ab. Vereinsmitglieder erhalten kostenlos die „Westfälische Zeitschrift“, die Zeitschrift „Westfalen“ und werden zu Vorträgen und Exkursionen eingeladen.

Sie möchten unsere aktive Vereinsarbeit unterstützen? Werden Sie Mitglied!

 

17. Dezember 2023|

Herbstliche Einladung zum Wintersemesterprogramm 2023

Liebe Vereinsmitglieder,

mit dem Herbstrundbrief möchte ich Sie zum Vereinsprogramm des Wintersemesters einladen und über das vielfältige Programm unseres Vereins informieren.
Die Mitgliederversammlung hat in diesem Sommer in Delbrück stattgefunden und war erfreulich gut besucht. Ich darf mich bei den Vorstands- und Beiratsmitgliedern bedanken, dass Sie sich in den kommenden vier Jahre für den Altertumsverein engagieren werden. Mein besonderer Dank gilt unserem langjährigen Schatzmeister Franz-Josef Krüger, der sein Amt an Jürgen Meier, Verwaltungsleiter des Kulturamts Paderborn, übergeben hat. Das Engagement von Franz-Josef Krüger ist herausragend, so dass ihm die Mitgliederversammlung die Ehrenmitgliedschaft verliehen hat.

Unser Verein geht jetzt auch neue Wege, um Sie und die interessierte Öffentlichkeit bestmöglich zu informieren. Dazu hat Marianne Witt-Stuhr einen Instagram Account „altertumsverein.paderborn“ eingerichtet. Schauen Sie doch einmal dort rein und folgen Sie dem Altertumsverein auf Instagram. Sie können sich auch bei unserem Newsletter anmelden. Dort erhalten Sie per Mail die aktuellen Veranstaltungen mitgeteilt. Bitte melden Sie sich bei Marianne Witt-Stuhr: schriftfuehrer@altertumsverein-paderborn.de.

Zuletzt möchte ich Sie noch auf unser neues Buch „Monumenta. Erinnerungsorte zwischen Weser und
Lippe“ verweisen. Sie können es als Vereinsmitglied für 15 Euro im Stadt- und Kreisarchiv erwerben oder bei unserem Geschäftsführer Jonas Eberhardt bestellen: geschaeftsfuehrer@altertumsvereinpaderborn.de.

Ich freue mich auf die Veranstaltungen des Wintersemesters.

Dr. Andreas Neuwöhner, Vereinsdirektor

22. November 2023|

Tagesexkursion zu Schlössern im östlichen Teil vom Kreis Höxter

Liebe Mitglieder,

erleben Sie eine faszinierende Halbtagsfahrt in die Geschichte und Architektur zweier beeindruckender Schlösser, organisiert vom Altertumsverein. Unter der fachkundigen Leitung von Klaus Hohmann werden Sie am 19. Oktober eine unvergessliche Reise zu den Schlössern Vinsebeck und Thienhausen erleben.

In Vinsebeck erwartet Sie das Gräftenschloss mit einer langen Geschichte, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Einst im Besitz der Edelherren und später der Grafen zur Lippe, beeindruckt das stattliche barocke Haupthaus, errichtet von Graf Friedrich Ignaz zur Lippe. Heute gehört das Anwesen der gräflichen Familie Wolff-Metternich zur Gracht.

Das seit dem 10. Jahrhundert bezeugte Anwesen Thienhausen kam im 16. Jahrhundert in den Besitz der Familie von Haxthausen. Das Herrenhaus im Renaissancestil ließ Tönnis Wolf von Haxthausen als Gräftenschloss errichten. Hier schuf der Dichter Friedrich Wilhelm Weber sein berühmtes Versepos „Dreizehnlinden“. Seit 2016 befindet sich das Schloss in bürgerlichem Besitz, und der jetzige Eigentümer ist mit einer Freifrau von Kanne verheiratet.

Während der Tour ist auch ein Besuch des Ritterguts Breitenhaupt geplant, eine mittelalterliche Gräftenburg im Besitz der Familie von Kanne seit 1394. Die Ruine aus dem Dreißigjährigen Krieg wurde 1780 abgerissen, und an ihrer Stelle entstand ein neues Herrenhaus im klassizistischen Stil, sowie ein beeindruckender Pferdestall aus den Überresten der Ruine.

Die Halbtagsfahrt beinhaltet eine Kaffepause im gemütlichen Brakeler Café „Tante Erna“.

Details zur Veranstaltung:

  • Datum: 19. Oktober
  • Abfahrt: 13:00 Uhr am Liboriberg, Ecke Liboristraße, und 13:05 Uhr am Busparkplatz des Bahnhofs.
  • Rückkehr: Voraussichtlich gegen 19:00 Uhr

Preise:

  • Mitglieder des Altertumsvereins: 32 Euro (Eintritt, Busfahrt und Führung)
  • Nichtmitglieder: 35 Euro (Eintritt, Busfahrt und Führung)

Bitte beachten Sie, dass die Führung durch das Schloss Thienhausen nicht im Preis enthalten ist, und die Kosten dafür je nach Teilnehmerzahl festgelegt werden.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 30 Personen. Da nur eine Gruppe von 15 Personen gleichzeitig an den Führungen teilnehmen kann, wird die zweite Gruppe während der Wartezeit von Vinsebeck aus das Gut Breitenhaupt bei Schloss Thienhausen zur Außenbesichtigung besuchen.

Melden Sie sich schriftlich oder telefonisch unter der Nummer 05251/8811598 in der Geschäftsstelle des Altertumsvereins (Pontanusstr. 55, 33102 Paderborn) an, um sicherzustellen, dass Sie an dieser spannenden Fahrt teilnehmen können.

 

Seien Sie dabei und entdecken Sie die reiche Geschichte dieser faszinierenden Schlösser.

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10. Oktober 2023|

Die neue Ausgabe der Westfälischen Zeitschrift und der Zeitschrift Westfalen ist da

Liebe Vereinsmitglieder,

der Vorstand versendet nach der eigenhändigen Verpackungsaktion wieder die Westfälische Zeitschrift und die Zeitschrift Westfalen (Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde) an Sie.

 

Inhalt des aktuellen Bandes 172 (2022)

Anke Hackethal


Ein Amerikaner in Antwerpen. Die Lebensreise des Heinrich Pottmeyer

Kristin Steiner
Kleinstädtische Öffentlichkeit? Kommunalpolitik und Daseinsvorsorge in Hörde im Spiegel der lokalen Presse (1885–1914)

Daniel te Vrugt
Stadtlohn um 1900.Wandlungsprozesse einer Textilstadt im Westmünsterland

Angelika Pries
Die Schwierigkeiten der Lokalzeitungen im „Dritten Reich“ in Westfalen. Das Beispiel der ZENO-Zeitung „Münsterländische Volkszeitung“ und ihres Hauptschriftleiters Eduard Wenzel

Ulrich Andermann
Die Gerichtsverfassung in westfälischen Städten. Osnabrück, Herford und Bielefeld im Vergleich

Fred Kaspar
Schöne Zeiten. Lebenslust in der Reichsabtei Corvey zwischen Dreißgjährigem Krieg und Säkularisation

Dennis Friedl
Pragmatik eines Schlossgartens, den es so nie gab. Fiktion im  Neuhäuser Gartenstich von 1737 als Mittel der Herrschaftsrepräsentation

Michael Gosmann
„Der Kurfürst ist tot – …“. Eine Deputation der Landstände des HerzogtumsWestfalen nimmt an der Beerdigung des Kölner Kurfürsten Clemens August v. Bayern (1700–1761) teil

Werner Neuhaus
Zur Darstellung der „Judenfrage“ im Arnsberger Central-Volksblatt 1871–1881. Ein Beitrag zum Verhältnis von katholischer Presse und Antisemitismusim frühen Kaiserreich

Wolfgang Maron
„Die Genossen an ihren exponierten Stellungen“. Anfänge und Entwicklung der Sozialdemokratie in Lippstadt während des Kaiserreichs und der Weimarer Republik

Raimund Wolfert
Queering Paderborn. Erste Ansätze für eine Geschichte (nicht nur) der Homosexualität in Ostwestfalen

Michael Koch
Zur ältesten Schriftüberlieferung des Johannesaltars im Corveyer Westwerk


Zeitschrift Westfalen Bd. 100 (2022)

Die Zeitschrift ist ein Forum für Beiträge zur westfälischen Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie, Denkmalpflege und Volkskunde. Verantwortlich sind die beiden Vereinsabteilungen, das LWL-Museum für Kunst und Kultur (Westfälische Landesmuseum), das LWL-Amt für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur sowie das LWL-Amt für Archäologie, deren Direktoren bzw. Leiterinnen und Leiter das Herausgebergremium bilden. Der erste Band der Zeitschrift erschien im Dezember 1908 (Band 1, 1909). Die Zeitschrift ist über den Buchhandel zu beziehen (ISSN 0043-4337).

Inhalt:

Winfried Offermanns
Die Bedeutung des dritten Königs auf dem Marienaltar des Conrad von Soest in Dortmund

Michael Koch
Neue Erkenntnisse zur mittelalterlichen Weserbrücke von Höxter

Heinz Stratmann
Die Mater dolorosa als Patronin der broderschap van Unser Vrowen Ghilde tho Telghet. Überlegungen zur Entstehung der Telgter Pietà vor 1348

Gerd Dethlefs
Neue Quellen zum Landsberg-Velener Silber

Fred Kaspar
Eine runde Sache – Technik und Ästhetik als Mittel der Volksbildung

Lars Laurenz
Das Grabmal des Wilhelm von Horn auf dem Überwasserfriedhof in Münster. Ein Entwurf Schinkels?

Klaus Hohmann
Der Diözesan- und Dombaumeister Kurt Matern (1884–1968) als Maler und Graphiker

Christoph Heuter
Zur Nachahmung empfohlen! Die Wettbewerbe der Evangelischen Kirchengemeinden in Dortmund. Eine Würdigung des Schaffens von Reinhard Miermeister

Pia Wegmann
Paderborn in der Zwischenkriegszeit: das städtische Notgeld als Werbefläche

(mehr …)

23. September 2023|
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