Allgemein

„Mehr Geschichte an einem Platz geht kaum“ – Prag und Nordböhmen entdecken und genießen.

Gemeinsam auf Entdeckungsreise: Fünf abwechslungsreiche Tage voller Geschichte, Kultur und Gemeinschaft liegen hinter uns. Gemeinsam mit dem Altertumsverein Paderborn und dem Förderkreis Historische Museen in Paderborn-Schloss Neuhaus waren wir unterwegs – mit Neugier, offenen Augen und vielen schönen Begegnungen im Gepäck.
Unsere Reise begann am Ringheiligtum Pömmelte. Zwischen Gräben und Palisaden tauchten wir tief in die Glaubenswelt der Frühbronzezeit ein. Anschließend erwarteten uns im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle die berühmte Himmelsscheibe von Nebra und die Sonderausstellung „Die Schamanin“ – faszinierende Zeugnisse aus einer Zeit, die uns trotz ihrer großen zeitlichen Entfernung erstaunlich nah erschien.

In Prag gab es viel zu entdecken: den Hradschin mit Veitsdom und Georgsbasilika, die Karlsbrücke, die astronomische Aposteluhr und das Jan-Hus-Denkmal. Bei Spaziergängen durch die Altstadt begegneten wir prachtvollen Jugendstilfassaden, traditionsreichen Cafés und einer lebendigen europäischen Kulturgeschichte.
Ein besonderer Schwerpunkt war das jüdische Viertel Josefov. Die Synagogen und der Alte Jüdische Friedhof erzählten von jüdischem Leben in Prag, von Tradition und kultureller Vielfalt, aber auch von Ausgrenzung und Verfolgung.

Der Besuch der Gedenkstätte Theresienstadt war besonders eindrucksvoll und bewegend. Er erinnerte uns an das Leid der Menschen, die dort eingesperrt und von dort aus in die Vernichtungslager deportiert wurden. Dieser Tag wird uns sicher lange begleiten.
Auf der Rückfahrt machten wir Station im Zittauer Gebirge. Mit dem „Oybiner Gebirgs-Express“ ging es hinauf zur Burg- und Klosterruine Oybin. Umgeben von einer beeindruckenden Landschaft zeigte sich hier noch einmal auf besondere Weise, wie eng Natur, Architektur und Geschichte miteinander verbunden sind.

Unser herzlicher Dank gilt Marianne Moser und Dr. Walter Mayer für die fachkundige Begleitung, die gute Organisation und die vielen interessanten Gespräche. Wir nehmen nicht nur neues Wissen, sondern auch gemeinsame Erinnerungen und viele besondere Momente mit nach Hause.

23. August 2026|

Archäologie am Abend – Rundgang für Erwachsene und Jugendliche

Historischen Quellen nachgespürt: Die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen 2015-2017 auf dem Domplatz Paderborn (Quelle: LWL)

Wer den Feierabend oder Schulschluss an der frischen Luft verbringen möchte, kann sich ab sofort an jedem ersten Mittwoch im Monat dem Archäologischen Stadtrundgang anschließen. Hier werden Originalschauplätze besucht und manchmal auch auf unwegsamen Pfaden erkundet. Seit 1994 erforschen Stadtarchäologen schon die Hinterlassenschaften der Menschen vergangener Zeiten und bringen bis heute immer wieder neue Dinge ans Licht. Die zu besuchenden archäologischen Stätten werden deshalb wechseln und an tagesaktuellen
Grabungen orientiert.
Treffpunkt ist vor dem Museum in der Kaiserpfalz, der Rundgang dauert ca. 1,5 Stunden. Tickets können für 4,50 Euro im Vorfeld im Online-Ticketshop des Museums oder zu Beginn der Führung in Bar erworben werden. Eine Kartenzahlung ist leider nicht möglich.

Hier anmelden: LWL-Museum in der Kaiserpfalz Paderborn | Ticket-Shop

 

Infos zur Veranstaltung:
📅 Mittwoch,  02. September 2026, 17.00 Uhr; 07. Oktober 2026 17.00 Uhr
📍 LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Am Ikenberg, 33098 Paderborn
Der Eintritt ist für Jugendliche bis 17 Jahre frei. Tickets: 4,50 Euro
12. August 2026|

Schlossgeschichte und Residenzgeschichte in Schloß Neuhaus kennenlernen

Schloß Neuhaus; Foto: Andreas Neuwöhner

Der Altertumsverein bietet spannende Führungen an: Das Residenzschloss der Fürstbischöfe von Paderborn steht im Mittelpunkt der öffentlichen Führungen, die Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic für den Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens durchführt.

Eine Führung findet auch zur Paderborner Museumsnacht am 29. August um 18 Uhr statt und gibt Einblick in die historischen Räume des Schlosses und das Leben am Hof der Fürstbischöfe.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Treffpunkt: Residenzmuseum Schloß Neuhaus, Residenzstraße 2, 33104 Paderborn
4. Juli 2026|

Geschichte entdecken – unser neues Kulturprogramm wartet auf Sie

Die Zeitschrift WÉSTFALEN und die Westfälische Zeitschrift wurde am Wochenende von fleißigen Händen verpackt und für den Versand an unsere Mitglieder vorbereitet. Freuen Sie sich auf eine spannende Lektüre! Auf dem Bild v. l. Jonas Eberhardt, Jürgen Meyer, Michael Ströhmer, Marianne Moser und Andreas Neuwöhner

Liebe Vereinsmitglieder,

mit dem neuen Rundbrief möchte ich Sie zum Vereinsprogramm des Sommersemesters einladen und über das vielfältige Programm unseres Vereins informieren. In diesem Semester wird Professorin Katharina Ulrike Mersch den Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte an der Universität Paderborn antreten. Sie übernimmt den Lehrstuhl von Professor Hermann Kamp, der dem Verein über viele Jahre eng verbunden war. Ihm sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank für die  gute Zusammenarbeit. Die gemeinsamen Vorträge zu Themen des Mittelalters werden nun mit Professorin Katharina Ulrike Mersch fortgesetzt. Ich freue mich auf die Kooperation und den ersten Vortrag zu Karl dem Großen und seiner Aachener Pfalz. Die Sommerstudienfahrt wird in diesem Jahr nach Prag gehen. Marianne Moser und Dr. Walter Mayer haben wieder ein interessantes Programm ausgearbeitet. Es wird sicher eine lohnende Fahrt mit besonderen Einblicken in die Kulturgeschichte dieser Region. Melden Sie sich rechtzeitig an!

Ich freue mich auf die Veranstaltungen des Wintersemesters und setze auf ihre Mitwirkung.

Ihr Dr. Andreas Neuwöhner, Vereinsdirektor 

20. März 2026|

Mit Herz für Paderborns Geschichte: Kurator Prof. Dr. Norbert Börste verabschiedet

Der Altertumsverein verabschiedet sich von einem seiner prägenden Köpfe: Nach Jahrzehnten an der Schnittstelle von Forschung, Sammlung und Öffentlichkeit legt Prof. Dr. Norbert Börste sein Amt als ehrenamtlicher Kurator und Beiratsmitglied nieder. Zurück bleibt ein Sammlungsgefüge, das in weiten Teilen seine Handschrift trägt – und ein Verständnis von Regionalgeschichte, das stets über die Grenzen des Lokalen hinausreichte. Als Kunsthistoriker hat Norbert Börste die Objekte des Altertumsvereins nie nur als museale Bestände behandelt, sondern als Zeugen einer vielschichtigen Kulturgeschichte, in der Bistum, Stadt und Region unauflöslich miteinander verwoben sind. „Über viele Jahre hat Prof. Börste die kunsthistorische Sammlung des Altertumsvereins begleitet, wissenschaftlich erschlossen und mit großem persönlichen Einsatz für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit seinem Blick für Details und seiner tiefen Kenntnis der regionalen Kunst- und Kulturgeschichte hat er dazu beigetragen, bedeutende Zeugnisse der Vergangenheit zu bewahren und neu zu entdecken“, betont Dr. Andreas Neuwöhner. „Sein Wirken ging dabei weit über die reine Sammlungsarbeit hinaus: In Ausstellungen, Publikationen, Exkursionen und Vorträgen machte er stets deutlich, dass historische Objekte mehr sind als schöne Dinge – sie erzählen Geschichten von Menschen, Orten und Traditionen.“

Bildzeile: Eine Paderborner Landkiste als Dankeschön – Dr. Andreas Neuwöhner verabschiedet Prof. Norbert Börste bei der Beiratssitzung des Altertumsvereins im Paderborner Stadtmuseum.(v.l., Foto: Marianne Witt-Stuhr, Altertumsverein)

Verantwortung für das kulturelle Erbe

Mit dem Generationswechsel geht die Verantwortung für die kunsthistorische Sammlung des Paderborner Altertumsvereins nun zunächst kommissarisch auf den Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner über, bis ein neuer Kustos gefunden wird. „Die kunsthistorische Sammlung des Altertumsvereins ist ohne die Arbeit von Prof. Dr. Norbert Börste kaum denkbar“, betont Dr. Andreas Neuwöhner. Mit Blick auf seine Aufgabe versteht der 55jährigeHistoriker den Übergang ausdrücklich als Kontinuitätslinie: „Es geht darum, die von Prof. Börste geschaffenen Strukturen zu sichern und die Sammlung inhaltlich weiterzuführen – etwa durch Ausstellungen, Kooperationen mit Museen und Angeboten für ein interessiertes Publikum.“ Durch die enge Anbindung an das Paderborner Stadtmuseum, das LWL-Museum in der Kaiserpfalz, das Residenzmuseum und das Kreismuseum Wewelsburg eröffne sich zugleich Möglichkeiten, die Bestände des Altertumsvereins in größere Erzählungen zur Stadt- und Regionalgeschichte einzubinden. Der Altertumsverein hält somit an seinem Selbstverständnis fest, mehr zu sein als ein Bewahrer von Depotschätzen: Unter dem Motto „sammeln, forschen und bewahren“ versteht sich der Verein als Ort, an dem die Region über sich selbst nachdenkt. So markiert der Abschied von Norbert Börste auch einen Moment der Bilanz: Es deutet darauf hin, dass im Altertumsverein nicht nur Erinnerung verwaltet, sondern immer wieder neu gefragt wird, was dieses kulturelle Gedächtnis einer Region im 21. Jahrhundert leisten soll – und für wen.

Herzlichen Dank

Der Altertumsverein Paderborn spricht Prof. Dr. Norbert Börste seinen herzlichen Dank für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und seinen unermüdlichen Einsatz für die Sammlungen aus. Seine fachliche Handschrift wird in vielen Bereichen sichtbar bleiben und auch zukünftige Projekte prägen.

Vortragshinweis: Das LWL-Museum in der Kaiserpfalz lädt  am 21. Januar um 19.00 Uhr herzlich zu einem Vortrag von Prof. Dr. Norbert Börste ein. Der Referent berichtet über Westfalen, das Land der Hallenkirchen. Der Paderborner Dom und seine überregionale Bedeutung für die Entwicklung der Hallenkirchen. Hier informieren

Weitere Infos zu den Sammlungen des Altertumsvereins: Die Sammlung – Überblick und Geschichte | Altertumsverein Paderborn

30. November 2025|

Heimatgeschichte im Wandel: Heiner Duppelfeld setzt Hohmanns Arbeit in Paderborn fort

Viele Jahre hat Klaus Hohmann das Kulturprogramm des Paderborner Altertumsvereins mit seinen interessanten Exkursionen bereichert, nun übergibt er an Heiner Duppelfeld. Hohmann, der mit großem Engagement für Westfalens Geschichte brennt, führte die Mitglieder zu Kirchen, Schlössern und Kulturgütern – und wurde für seine Verdienste bereits mit der Kulturnadel der Stadt Paderborn ausgezeichnet.

In einer feierlichen Runde bedankten sich Dr. Andreas Neuwöhner, Wilhelm Grabe und Jonas Eberhardt vom Vorstand des Altertumsvereins bei dem engagierten Vereinsmitglied für seine langjährige Arbeit: „Wir verdanken Klaus Hohmann unzählige Entdeckungen, spannende Führungen und eine lebendige Vermittlung der Geschichte unserer Region. Sein Wissen und seine Begeisterung bereichern unser Vereinsleben und das kulturelle Gedächtnis der Stadt“, betonte Dr. Neuwöhner.
Der 87jährige Paderborner hat sich über die Jahre in der Erforschung der Kulturgeschichte Paderborns einen Namen gemacht. „Mit einer Vielzahl von Publikationen, Vorträgen und Forschungsprojekten zur Stadtgeschichte hat er ein enormes Wissen über Paderborn zusammengetragen“, so Dr. Andreas Neuwöhner.
Mit Heiner Duppelfeld übernimmt nun ein engagierter Nachfolger für den Paderborner Altertumsverein die Begleitung der Ausflüge und Exkursionen. Er unterstützt somit die Archäologin Marianne Moser, die für den Verein neben ihrer Arbeit als Kustodin der umfangreichen archäologischen Sammlung auch vor Jahren die Leitung der Exkursionen übernommen hat. Der Marsberger Duppelfeld freut sich, die Ideen und Anregungen seines Vorgängers aufzugreifen und das Programm mit neuen Projekten zu bereichern. Die nächste Exkursion wird den Altertumsverein nach Obermarsberg und Padberg führen. Dort werden die historische Stiftskirche, die frühgotische Nicolaikirche und die ehemalige Landsynagoge besucht.
Bildzeile: Dr. Andreas Neuwöhner, Wilhelm Grabe und Jonas Eberhardt (v. r.) vom Vorstand des Altertumsvereins sagen danke für die engagierte Zusammenarbeit. Darüber freut sich Klaus Hohmann (2. v. r.).
4. Oktober 2025|

Sommerfest des Altertumsvereins: Fest der Geschichte, Kultur und Gemeinschaft

Strahlender Sonnenschein, festliche Stimmung und ein rundes Jubiläum: Das Sommerfest des Altertumsvereins Paderborn war ein voller Erfolg. Im malerischen Ambiente des Klosters Dalheim feierten Mitglieder und Gäste nicht nur das über 200-jährige Bestehen des Vereins, sondern auch die lebendige Verbindung von westfälischer Geschichte, Kultur und Kulinarik. Die Organisatoren, Marianne Witt-Stuhr und Heiner Duppelfeld, zeigten sich hochzufrieden: „Es war ein Tag voller Freude, Austausch und Inspiration – ganz im Sinne unseres Vereins. Das Sommerfest war geprägt von herzlichen Begegnungen, anregenden Gesprächen und dem gemeinsamen Interesse an Geschichte und Kultur.“
Nach der Einführung von Dr. Ingo Grabowsky, Leiter des LWL-Klostermuseums, begrüßte Dr. Andreas Neuwöhner, Direktor des Altertumsvereins, die zahlreich erschienenen Gäste. In seiner Ansprache stellte er die Festschrift „200 Jahre Altertumsverein Paderborn“ vor und würdigte die lange Tradition sowie das Engagement der Vereinsmitglieder für die Erforschung und Vermittlung der westfälischen Landesgeschichte. Ein besonderes Highlight war dann der Vortrag von Dr. Rainer Decker: Unter dem Titel „Der Teufel im Kloster? Hexen, Mönche und ein Bischof“ entführte er die Zuhörer in die Zeit der Hexenprozesse um 1600 im Raum Dalheim/Atteln und präsentierte dabei seine neuen Forschungserkenntnisse.
Kulinarische Genüsse und Entdeckungsreisen durch das Kloster
Mittags verwandelte sich das Klosterwirtshaus in einen Treffpunkt für Genießer. Die Gäste erwartete ein Mittagsbuffet mit westfälischen Spezialitäten, Desserts und erfrischenden Getränken. Für die passende musikalische Untermalung sorgte die „Sleepy-Town-Jazzband“ aus Holzminden, die mit schwungvollen Rhythmen für beste Stimmung sorgte. Am Nachmittag standen geführte Rundgänge durch die Dalheimer Klausur, die Dauerausstellung und die Klostergärten auf dem Programm. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Klostergeschichte. Die Führungen boten Gelegenheit, das Kloster aus neuen Perspektiven zu erleben und die Geschichte vor Ort lebendig werden zu lassen.
14. Juli 2025|

Nachruf für Dr. Friedrich Gerhard Hohmann

Der Altertumsverein Paderborn nimmt Abschied von Dr. Friedrich Gerhard Hohmann, der am 22. Mai im Alter von 97 Jahren verstorben ist.

Dr. Hohmann war nicht nur ein engagierter Historiker und Lehrer, sondern auch ein leidenschaftlicher Förderer der westfälischen Geschichtsforschung und ein unermüdlicher Akteur des Altertumsvereins Paderborn, dessen Geschicke er über mehr als fünf Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltete.

Geboren 1928 in Münster, kam er nach Studium und Promotion im Jahr 1956  ans Gymnasium Theodorianum nach Paderborn und prägte seitdem die akademische und kulturelle Landschaft in Westfalen durch sein Engagement und seine Expertise. Seine unerschöpfliche Neugier und sein Drang nach Wissen führten dazu, dass er sich in abwechslungsreiche Themen und  historische Projekte vertiefte. Besonders hervorzuheben ist seine Rolle als Herausgeber der renommierten Reihe „Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte“, die er zu einem bedeutenden Forum für Historiker und eine unverzichtbare Informationsquelle für die Region entwickelte. Unter seiner Leitung erschienen zahlreiche Bände, die die westfälische Geschichte nicht nur bewahrten, sondern auch lebendig machten.

Dr. Hohmann war ein Mentor und Lehrer in jeder Hinsicht, dessen Unterricht viele Generationen von Schülern inspirierte. Sein unermüdliches Engagement förderte nicht nur den wissenschaftlichen Nachwuchs, sondern schuf auch Verbindungen zwischen Wissenschaft und breiter Öffentlichkeit. Mit der Gründung des Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preises, der kos heute jährlich vom Altertumsverein verliehen wird, unterstützte er junge Historiker auf Ihrem beruflichen Weg. Von 1975 bis 2003 hat er das Amt des Vereinsdirektors nicht nur innegehabt und verwaltet, sondern geradezu gelebt und mit immer neuen Ideen bereichert.

Sein Lebenswerk ist eine bleibende Quelle der Inspiration: Auch im hohen Alter blieb Dr. Hohmann dem Verein und der westfälischen Geschichtsforschung treu, was seine Entschlossenheit und Leidenschaft für die Geschichte unterstreicht.

Wir verlieren nicht nur einen geschätzten Kollegen, sondern auch einen zuverlässigen Wegbegleiter.

In Dankbarkeit und Erinnerung gedenken wir Dr. Friedrich Gerhard Hohmann und seines außergewöhnlichen Lebens.

Ruhe in Frieden, lieber Dr. Hohmann.


Weitere Informationen zum Lebenswerk:

Westfälische Zeitschrift 163, 2013;

Friedrich Gerhard Hohmann – Wikipedia

27. Mai 2025|

Bürger sammeln für Westfalen – Ausstellung und Katalog zum 200. Geburtstag des Altertumsvereins

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde unseres Vereins,

was bleibt von der Vergangenheit – und wer hat entschieden, was bewahrt wird? Seit 1824/25 kümmert sich der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens in den Abteilungen Paderborn und Münster mit Hingabe um das historische Erbe Westfalens. Es waren Bürger, die hier Kulturgut sammelten, sicherten und sichtbar machten. Denn die „Altertümer“, kulturhistorische und landeskundliche Objekte aller Art, dazu vor- und frühgeschichtliche Funde, Dokumente und Bücher, Münzen und Medaillen, spiegeln westfälische Geschichte, Heimat und Identität.

Eine spannende Ausstellung im  LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster beleuchtet nun diese Schätze: Anhand der fünf Leitfragen Was?, Warum?, Woher?, Wie? und Wer? blicken wir mit Ihnen vor allem auf das 19. Jahrhundert und stellen die beiden Sammlungen des Altertumsvereins in ihrer Vielfalt vor. Den runden Geburtstag  nehmen beide Vereinsabteilungen zum Anlass, die schönsten, außergewöhnlichsten und historisch wertvollsten Objekte aus ihren Sammlungen zu präsentieren. Spezialistinnen und Spezialisten aus Geschichte, Kunstgeschichte und Archäologie gewähren nicht nur 200 Einblicke in die „Schätze“ der beiden Vereine, sondern entlocken den Objekten ihre Geheimnisse und ihre Bedeutung für die westfälische Landesgeschichte.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir auch auf dieser Webseite regelmäßig einzelne Exponate aus dem Jubiläumskatalog vorstellen– jeweils aus der einzigartigen Sammlung unserer Vereinsabteilung Paderborn. Damit möchten wir Ihnen die Vielfalt und die Geschichten hinter den Objekten näherbringen und Ihnen zeigen, wie lebendig und spannend unsere westfälische Geschichte ist. Uns ist wichtig, nicht nur die bekannten „Schätze“ zu zeigen, sondern auch Alltagsgegenstände, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, aber viel über das Leben und die Kultur vergangener Zeiten erzählen. Wir laden Sie herzlich ein, diese Reise durch unsere Sammlung mit uns zu unternehmen. Bleiben Sie gespannt – das erste Exponat stellen wir Ihnen schon bald vor!

Auf dem Sommerfest des Altertumsvereins wurde auch der Jubiläumskatalog „Seit 200 Jahren. Westfalen entdecken und erleben. 200 Einblicke in die Sammlungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens“ den Mitgliedern vorgestellt: 200 Jahre – das ist der Zeitraum, auf den der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens mit seinen beiden Abteilungen Paderborn (gegründet 1824) und Münster (gegründet 1825) inzwischen zurückblicken kann. 200 Jahre, in denen vom Einbaum über Urkunden, Karten, Gemälde und Bücher bis hin zu Münzen, Waffen, Keramikgegenständen und Möbelstücken Dinge gesammelt und vor dem Verlust gerettet wurden.

17. Mai 2025|

Barocke Flammschale gerettet: Restaurierung einer originalen Steinvase aus dem Jahr 1716

5.000 Euro für die barocke Flammschale:
(v.l.) Prof. Dr. Joachim Faulde (NRW Stiftung), Steinmetz Michael Diwo und Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein) freuen sich über ein besonderes Restaurierungsprojekt. Foto: Stadtmuseum

Seit über 200 Jahren engagiert sich der Verein für Westfälische Geschichte und Altertumskunde für den Erhalt bedeutender Zeugnisse der heimischen Geschichte. Im Jubiläumsjahr ist der Verein stolz auf ein besonderes Projekt: Eine originale barocke Steinvase aus dem Jahr 1716, welche die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs überstanden hat, kann mit Unterstützung der NRW-Stiftung restauriert und anschließend dauerhaft im Paderborner Stadtmuseum präsentiert werden. Prof. Dr. Joachim Faulde überbrachte für die NRW Stiftung nun den Förderbescheid über 5.000 Euro. „Ursprünglich zierte die Flammschale den prächtigen Giebel des Wohnhauses des Kaufmanns Bartholomäus Craß am Schildern 5“, erklärt Dr. Andreas Neuwöhner als Direktor des Altertumsvereins.

Das Gebäude wurde 1945 infolge der Bombenangriffe stark beschädigt. Beim Wiederaufbau in den1950er Jahren verzichtete man auf das Obergeschoss mit dem halbrunden Giebel. Erst mit der Sanierung im Jahr 2000 stellte die Sparkasse Paderborn die ursprüngliche Gestaltung wieder her, dazu wurde aber die originale Flammschale nicht eingebunden. Diese befindet sich im Eigentum des Altertumsvereins und weist noch die Spuren der Kriegszerstörungen auf.

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der NRW-Stiftung, die es uns ermöglicht, dieses barocke Fassadendetail zu bewahren und es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen,“ betont Dr. Andreas Neuwöhner.

4. Januar 2025|
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