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Absage der digitalen Mitgliederversammlung

Liebe Mitglieder,

leider muss aus organisatorischen Gründen unsere digitale Versammlung am 17.07.2021 kurzfristig abgesagt werden. Sobald ein neuer Termin feststeht, werden wir Sie gern informieren.

Herzliche Grüße
Ihr Dr. Andreas Neuwöhner

Bei Fragen erreichen Sie unseren Geschäftsführer Jonas Eberhard telefonisch unter: 05251/88 11598.

 

15. Juli 2021|

Geschichte entdecken – unser Sommerprogramm

Liebe Vereinsmitglieder,

mit dem Rundbrief möchte ich Sie zum Vereinsprogramm des Sommersemesters einladen und über das vielfältige Programm unseres Vereins informieren.

Seit nunmehr einem Jahr hält die Coronakrise die ganze Welt in Atem. Das hat auch unser Altertumsverein gespürt. Im vergangenen Jahr mussten wir zahlreiche Veranstaltungen absagen. Darunter auch die jährliche Sommerstudienfahrt. Nur ganz wenige Veranstaltungen konnten wie geplant stattfinden, wie die Museumsbesuche im Diözesanmuseum und der Kaiserpfalz.

Die neuen digitalen Formate konnten uns nur bedingt helfen. Aber immerhin war es so möglich, die Mitgliederversammlung durchführen. Mit mehr als 30 Teilnehmern. Der digitale Vortrag von Prof. Malte Thiessen zur Seuchengeschichte war ein weiterer Schritt in die digitale Vermittlung. Mit großem Erfolg. Die Kooperation mit dem HNF hat das möglich gemacht. Auch in Zukunft werden wir diesen Weg beschreiten, um vielen Mitgliedern und Interessierten unsere Vorträge zugänglich zu machen. Dann aber hoffentlich wieder in Präsenz und zusätzlich digital.

Voller Optimismus, dass durch die neuartigen Impfstoffe bald das Ende der Coronakrise erreicht ist, gehen wir in das neue Sommersemester mit interessanten Vorträgen und erlebnisreichen Exkursionen. Dabei achten wir immer auf die aktuellen Anforderungen und Verordnungen zum Gesundheitsschutz. Unsere Mitgliederversammlunghaben wir in den Juli verschoben, um sicher zu gehen, dass sie in Präsenz stattfinden kann. Aus diesem Grund starten unsere Vorträge und Exkursionen auch erst im Frühsommer.

Bitte achten Sie auf die aktuellen Informationen in der Presse und auf unserer Homepage. Ich setzte auf ihre Teilnahme und verbleibe mit besten Wünschen für ihre Gesundheit. Ihr Dr. Andreas Neuwöhner, Vereinsdirektor

Ihr Dr. Andreas Neuwöhner

18. April 2021|

Leben am Hof zu Neuhaus – Biografische Skizzen zur Hofkultur einer fürstbischöflichen Residenz

In der Reihe Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte ist unter dem Titel „Leben am Hof zu Neuhaus“ ein neuer Band erschienen: Die Kulturgeschichte des fürstbischöflichen Hofes in Neuhaus ist ein bislang wenig beachtetes Thema. Zu Unrecht. Vor allem die internationalen Beziehungen des Hofes auch jenseits der konfessionellen Grenzen verdeutlichen, dass Neuhaus in der Frühen Neuzeit ein Zentrum für Künstler und Gelehrte war. Der biographische Zugriff stellt die Akteure des fürstbischöflichen Hofes in den Mittelpunkt. Ihre personalen Netzwerke verbanden die höfische Kultur in Neuhaus mit den Höfen des Alten Reichs und vor allem mit Italien. Im Zentrum des Bandes stehen die Künstler, Gelehrten und Mitglieder des Hofstaates, die mit ihrer Tätigkeit die Kultur des Hofes prägten. Ihr Bezug zu Neuhaus und ihr Beitrag zur Gestaltung des Neuhäuser Hoflebens werden herausgearbeitet und so ein Einblick in den Alltag der fürstbischöflichen Residenz ermöglicht. Damit ist der Band auch für ein breites Publikum von Interesse. Das Buch ist reich bebildert und über ein Ortsregister erschlossen. Über die Herausgeber: Andreas Neuwöhner ist promovierter Historiker und Direktor des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn. Zudem ist er Verwaltungsrat im Museumsdienst der Stadt Paderborn. Lars Wolfram ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Paderborn.

Schloß Neuhaus (Winterbild) | Tourist Information Paderborn

Schloß Neuhaus, ehemals Sitz der Fürstbischöfe, gehört zu den frühen Bauten der Weserrenaissance.

Die ehemalige Fürstbischöfliche Residenz Schloß Neuhaus gehörte zu den bedeutendsten Wasserschlössern Westfalens. In seinen Ursprüngen geht das Schloss auf das 14. Jahrhundert zurück. Zur heutigen Vierflügelanlage mit runden Ecktürmen und Gräfte baute man es jedoch erst im 16. Jahrhundert aus. Schloß Neuhaus zählt somit zu den Frühwerken und somit zu den wichtigsten Beispielen der Weserrenaissance. Bis 1802 war Schloß Neuhaus Residenz der Paderborner Fürstbischöfe. Im historischen Remter und den Repräsentationsräumen des Schlosses befindet sich heute das Residenzmuseum. Der barocke Marstall aus dem 18. Jahrhundert erhielt mit der Einrichtung der Museen für Naturkunde und Kunst eine neue Funktion. Das Schloss bildet mit seinen Nebengebäuden und Barockgarten den Mittelpunkt des Schloß- und Auenparks (Gelände der Landesgartenschau 1994), in dem von Mai bis Oktober der Schloßsommer mit einer Vielzahl kultureller Veranstaltungen stattfindet.

 

10. Februar 2021|

Termin Vormerken: Sommerstudienfahrt vom 08.09.-12.09.21

Corona hat auch die meisten Aktivitäten des Vereins für Geschichte und Altertumskunde im Jahr 2020 unmöglich gemacht. Vorträge, Exkursionen und Reisen mussten mit Rücksicht auf die Gesundheit der Mitglieder ausfallen bzw. verschoben werden.

Voller Hoffnung und Vorfreude geht die Planung für 2021 weiter. Der Termin der gemeinsamen Sommerstudienfahrt von Förderkreis historische Museen Schloß Neuhaus und Altertumsverein Paderborn steht nun fest: Von Mittwoch, 8. September 2021 bis Sonntag, 12.September 2021 geht die Reise in die schwäbische Alb. Das für Herbst 2020 ausgearbeitete Programm bleibt im Wesentlichen bestehen.

Unter dem Titel: Kelten, Klöster, Kaiser, Kunst- und Naturwunder werden vier Tage lang die herausragenden Sehenswürdigkeiten dieses besonderen Landstrichs erkundet.

Die Juraformation der Alb weist zahlreiche Höhlen auf, die seit der Altsteinzeit genutzt wurden.  Hierher kommt der Löwenmensch und das älteste Musikinstrument der Welt, eine Flöte aus Gänsegeierknochen. Über die Höhepunkte der Keltenforschung mit Glauberg und Heuneburg, der Klosterrekonstruktion „Campus Galli“ aus dem 9. Jahrhundert., Burgen und Kirchen des Hochmittelalters bis hin zur Moderne reichen die Besichtigungen, wenn bei Rottweil der zweithöchste Testturm der Welt für Aufzugsanlagen befahren wird.

Der genaue Reiseablauf finden Sie im Frühjahrsrundbrief. Eine schriftliche Anmeldung ist ab diesem Zeitpunkt beim Geschäftsführer des Vereins möglich.

Bis dahin: gesund bleiben, den Termin freihalten, hoffen, dass wir im Herbst gefahrenarm reisen können und sich auf die Sommerstudienfahrt freuen!

Beste Grüße aus dem Vorstandsteam

Ihre Marianne Moser

 

Bildquelle und weitere Informationen

6. Dezember 2020|

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis 2020

Der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis 2020 für Arbeiten junger Historiker zur Geschichte Ost- und Südwestfalens wird auf Beschluss des Preisgerichtes
vom 21. Februar 2020 an Dr. Sarah Masiak für ihre Dissertation „Deüffelskinder verliehen. Die besondere Wirkmacht eines gesellschaftlichen Stigmas am Beispiel der fürstenbergischen Hexenverfolgungen im Hochstift Paderborn (1601-1702)“. Aufgrund der besonderen Situation findet dieses Jahr die Preisverleihung nur im kleinen Kreis statt.

Die Preisträgerin erhielt bereits weitere Auszeichnungen wie den Promotionspreis der Bremer AG

Die Dissertation von Sarah Masiak trägt den Titel „Deüffelskinder“ Die besondere Wirkmacht eines gesellschaftlichen Stigmas am Beispiel der fürstenbergischen Hexenverfolgungen im Hochstift Paderborn (1601-1702). Der Promotionspreis der Bremer AG ist mit 1.500 € dotiert.

Auszug aus der Laudatio von Prof. Dr. Michael Ströhmer:

Gab es in der Frühen Neuzeit Hexen? In dieser ebenso schlichten wie provokanten Frage, welche von aufgeklärten Zeitgenossen oft mitleidig verneint wird, liegt das wesentliche Erkenntnisinteresse der hier zu lobenden Dissertation. In ihrer mikrohistorischen Feldstudie, welche Frau Masiak zu einer der intensivsten Hexenjagden im ehemaligen Fürstbistum Paderborn vorlegt, wird das Phänomen sogenannter „Teufelskinder“ erstmals multiperspektivisch untersucht. Wie das Etikett andeutet, geht es um Angehörige einer lokalen Hexensippe, deren Existenz sich im 1300-Seelenort Fürstenberg über fünf Generationen nachweisen lässt. Interessant an diesem Fall ist weniger die stigmatisierende Fremdzuschreibung an sich, einer zaubereifähigen Familie zu entstammen, sondern vielmehr der Befund, dass sich berüchtigte „Hexen“ offenbar selbst als solche verstanden. Dabei beruhte die Selbstzuschreibung von insgesamt 13 Familien, über Generationen mit Luzifer im Bunde zu stehen, auf einer komplexen gruppendynamischen Interaktion: Adelsherrschaft, dörfliche Mehrheitsgesellschaft und die stigmatisierte „Outgroup“ selbst produzierten gemeinsam Hexen, wobei die vermeintlichen Teufelskinder ihren (machtvollen) Ruf selbstbewusst zu nutzen wussten.

Das wissenschaftliche Verdienst von Frau Masiaks akribischer Quellenarbeit liegt primär darin, diesen Weg des „Hexenmachens“ durch mehrfachen Perspektivwechsel erstmals kritisch, kenntnisreich und scharfsinnig nachzeichnen zu können. Dabei konfiguriert die Verfasserin ihr Methodenset stets neu: Neben dem Instrumentarium der Historischen Kriminologie greift die Arbeit interdisziplinäre Ansätze aus der Neuen Devianzforschung oder der Sozialpsychologie auf. Erst durch diesen innovativen Methodenmix gelingt es, vereinfachende Täter-Opfer-Stereotype aufzubrechen. In summa: Die Arbeit von Frau Masiak bietet eine ebenso kenntnis- wie faktenreiche Mikrogeschichte, deren Erkenntnisse und Methoden weit über die Region hinausreichen dürften.

(Text und Foto; Universität Paderborn)

Foto (Michael Tran): Sarah Masiak mit Betreuer Prof. Dr. Michael Ströhmer und dem Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften Prof. Dr. Volker Peckhau.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis

Der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis wird vom Paderborner Altertumsverein seit 1991 für Arbeiten junger Historiker zur Geschichte Ost- und Südwestfalens ausgelobt. Der Preis ist  mit einem Preisgeld von 2.500 Euro dotiert.

10. November 2020|

Meyerpreis 2019 für Forschungsarbeit über Friedrich Spee

Folter und Geständnis – Dr. Frank Sobiech erhält Auszeichnung für seine Habilitation.

Sein Denkmal steht auf dem Kamp in Paderborn vor seiner ehemaligen Wirkungsstätte: Seit vielen Jahrzehnten beschäftigen sich Historiker und Theologen mit dem Leben und Wirken des Jesuiten Friedrich Spee von Langenfeld. Er gilt bis heute als Kritiker der frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen. In seiner „Cautio Criminalis“ (1631) argumentierte Spee gegen die Folter, für eine generelle Unschuldsvermutung, Verteidigungsmöglichkeiten vor Gericht und unparteiische Richter. Damit formulierte er bis heute gültige Forderungen nach einer unabhängigen, menschenrechtlichen Prinzipien folgenden Justiz. Der Kirchenhistoriker Dr. Frank Sobiech, seit Oktober 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Patrologie an der Theologischen Fakultät Paderborn, forscht seit Jahren in regionalen und überregionalen Archiven zu Friedrich Spee. Nun wurde er vom Altertumsverein Paderborn mit dem Meyerpreis für seine herausragende Habilitation ausgezeichnet. „Die herausragende Untersuchung über Friedrich Spee und die Gefängnisseelsorge der Jesuiten während der Hexenverfolgungen in Deutschland hat das Preisgericht überzeugt“, betonte Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner bei der Preisverleihung, die im Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn stattfand.

Auf der Grundlage neuer Quellen hat der neue Preisträger des Altertumsvereins nicht nur eine umfassende Biographie Friedrich Spees verfasst, sondern auch eine Werkgeschichte seiner Kampfschrift gegen die Hexenprozesse: „Frank Sobiechs Arbeit eröffnet für die historische Forschung völlig neue Perspektiven, da sie biografische Stationen von Spee konsequent und systematisch in die Geschichte des Jesuitenordens einbettet und seine Werke als Verarbeitung von Erfahrung deutet.“ Spee wird überzeugend als moderner „Empiriker“ dargestellt, der zeitgenössische theologische Positionen hinterfragte und durch kühle Beobachtung neue Erkenntnisse gewann. Dies gilt im Besonderen für die sein bedeutendstes Werk, die Cautio Criminalis, die ohne Berücksichtigung der beeindruckenden Erfahrungen in  der Gefängnisseelsorge nicht zu verstehen ist.

Der Preisträger stellte im Rahmen der Verleihung selbst einige Aspekte aus seiner Forschungsarbeit vor. Die Habilitationsschrift von Frank Sobiech ist in Rom in englischer Sprache erschienen. Sie trägt den Titel „Folter und Geständnis: Friedrich Spee SJ (1591-1635) in der Gesellschaft Jesu“. Die Monografie ist empfehlenswert für jeden, der sich mit Friedrich Spee, mit Gegenreformation, Konfessionalisierung, der Geschichte des Jesuitenordens und der Hexenverfolgung beschäftigen möchte.

Bildzeilen: Freude über eine herausragende Forschungsarbeit: (von links) Prälat Thomas Dornseifer, Preisträger Dr. Frank Sobiech, Dr. Andreas Neuwöhner und Dietrich Honervogt (stv. Bürgermeister) bei der Preisverleihung in den Räumen des mittelalterlichen Domklosters.

Über den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis

Der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis wird vom Paderborner Altertumsverein seit 1991 für Arbeiten junger Historiker zur Geschichte Ost- und Südwestfalens ausgelobt. Der Preis ist  mit einem Preisgeld von 2.500 Euro dotiert.

12. Dezember 2019|

Jäger und Beute – Jagdgemälde der Fürstenberg Stiftung Eggeringhausen

Barocke Tierdarstellungen von hoher Qualität sind ab dem 29. November im Residenzmuseum Schloß Neuhaus zu sehen. Sie stammen aus der Sammlung Fürstenberg und geben einen Einblick in die Ausstattung des Schlosses zur Zeit der Fürstbischöfe. Die Gemälde, frisch restauriert, werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Eine finanzielle Förderung des Landes NRW hat dies ermöglicht. Die Jagd war für die Residenz Neuhaus von zentraler Rolle. Die Jäger des Bischofs sorgten dafür, dass immer ausreichend Wildbrett für die fürstliche Tafel zur Verfügung stand. Darüber hinaus waren die Parforcejagden in der Senne ein gesellschaftliches Ereignis, das mit hohem Aufwand und zahlreichen Gästen begangen wurde.

Zur Ausstellungseröffnung laden wir Sie herzlich ein! Um 19.30 Uhr wird Dr. Silke Köhn die Gemälde kunsthistorisch einordnen. Das Embrassy Blechbläserensemble wird die Eröffnung musikalisch umrahmen. Ein Begleitband stellt die Gemälde und die benachbarten Jagdschlösser in der Senne vor. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

25. November 2019|

Nach dem Krieg – Sortir de la guerre

Ausstellungseröffnung | Freitag, 15.11.2019, 17 Uhr im Historischen Rathaus Paderborn / Le Mans & Paderborn | 1919-1930

Die Ausstellung wirft anhand von Bildern, Dokumenten und erläuternden Texten einen vergleichenden Blick auf Le Mans und Paderborn in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg. Für beide Städte ist dies eine Zeit großer Umbrüche. Der „Große Krieg“ hinterließ dauerhafte Spuren in beiden Städten. In Le Mans, das hinter der Front von Zerstörungen ver-schont blieb, zeichnete sich rasch ein Neubeginn ab, gestärkt durch das Gefühl des militärischen Sieges. In Paderborn blieb die wirtschaftliche und soziale Situation zunächst instabil. Deutschland war im November 1918 eine Republik geworden und das politische Leben musste sich neu ordnen. Wie entwickelten sich die beiden Städte in einer Zeit, die von Trauer, Hoffnung und großer Unsicherheit geprägt war? Wie lebten die Bevölkerungen von Le Mans und Paderborn zwischen Rachegefühlen und dem Wunsch nach Frieden und Annäherung?

Eine zweisprachige deutsch-französische Ausstellung der Universität Paderborn, der Le Mans Université, des Stadtmuseums Paderborn, des Stadt- und Kreisarchivs Paderborn und der Archives municipales du Mans.

Zur Ausstellungseröffnung wird herzlich eingeladen.

Die Ausstellung wird anschließend in der „Galerie Bilderbogen“ auf dem Bürgermeisterflur, Am Abdinghof 11, zu den regulären Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zu sehen sein. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband als Band 13 der Reihe „Paderborn in historischen Fotografien“, der in der Tourist Information und im örtlichen Buchhandel zu bekommen ist.

Bildzeile: Massenveranstaltung auf dem Paderborner Rathausplatz 1918/19. Foto: Stadt- und Kreisarchiv Paderborn.

10. September 2019|

Vorstands und Beirat gewählt

Vorstand und Beiratsmitglieder des Altertumsvereins
freuen sich über eine gelungene Mitgliederversammlung in Minden.

Am 25. Mai 2019 tagten die Mitglieder des Altertumsvereins in Minden – der preußischen Garnisonsstadt. In diesem Jahr standen Wahlen zum Vorstand, Beirat und den weiteren Vereinsgremien auf dem Programm. Auf der Versammlung bedankte sich Direktor Dr. Andreas Neuwöhner bei den ausscheidenden Vorstands- und Beiratsmitgliedern, die sich über viele Jahre sich für den Verein engagiert haben.

Auch Vorstandsmitglied Dr. Rainer Decker hat aus Altersgründen die Redaktion der Westfälischen Zeitschrift abgegeben. Es ist seiner fachkundigen Arbeit zu verdanken, dass die WZ für die Forschung zur westfälischen Landesgeschichte heute unverzichtbar ist. Herzlichen Dank!

Vorstandsmitglieder

  • Vereinsdirektor: Dr. Andreas Neuwöhner
  • Stellv. Vereinsdirektor: Prof. Peter E. Fäßler
  • Geschäftsführer: Jonas Eberhardt
  • Schatzmeister: Franz-Josef Krüger
  • Schriftführerin: Marianne Witt-Stuhr
  • Redaktion WZ: Wilhelm Grabe
  • Studienfahrten: Marianne Moser

Beiratsmitglieder

  • Prof. Dr. Rüdiger Althaus (Domkapitel Paderborn, Theologische Fakultät),
  • Philipp Freiherr von Fürstenberg (Bank für Kirche und Caritas),
  • Prof. Dr. Michael Ströhmer (Uni Paderborn),
  • Michael Gosmann (Stadtarchiv Arnsberg),
  • Nicole Michaelis (Direktorin Theodorianum),
  • Kirsten John-Stucke, M.A. (Kreismuseum Wewelsburg),
  • Dr. Martin Kroker (Museum in der Kaiserpfalz),
  • Michael Koch (Stadtarchiv Höxter),
  • Roland Linde (Detmold),
  • Michael Pavlicic (Stadtarchiv Lippspringe),
  • Prof. Dr. Eva Maria Seng (Uni Paderborn),
  • Dr. Sven Spiong (LWL-Archäologie),
  • Wolfang Stüken (Paderborn),
  • Andreas Weiß, M.A. (Kreismuseum Wewelsburg),
  • Hans Jürgen Rade (Domvikar)

 

14. Mai 2019|

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Gratulation: Prof. Dr. Werner Freitag (WWU); Dr. André Biederbeck (TU Dortmund); Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn) und Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund) bei der Preisverleihung im Hoesch-Museum (von links).

Im Wilhelminischen Kaiserreich bildete sich mit der sozialistischen Arbeiterschaft ein Milieu heraus, dessen Existenz einer permanenten Selbstdeutung bedurfte. Großes Gewicht kam dabei den Vereinsorten zu, an denen bei Versammlungen und Festen gesellschaftliche Konflikte wachgehalten und Zukunftsvisionen beschworen wurden. Vereinslokale waren Orte, an denen sich die auf verschiedene Arbeits- und Wohnstätten verteilten Arbeiter(-familien) einer Stadt bzw. Region begegnen und einander bewusst werden konnten. Am Beispiel Dortmunds und seines Umlandes spürt der Historiker Andrè Biederbeck die Knotenpunkte des Vereinslebens auf – u.a. Vereinsgaststätten, Gewerkschaftshaus, Verlagsgebäude – und untersucht deren Relevanz für die Herausbildung einer sozialistischen Identität.

Für seine hervorragende wissenschaftliche Arbeit erhielt er nun vom Altertumsverein Paderborn den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis. Nach einer Führung durch das Hoesch-Museum wurden die Besucher von Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn) begrüßt. Prof. Dr. Werner Freitag (Westfälische Landesgeschichte der WWU / IStG), der die Arbeit wissenschaftlich betreut hat, hielt die Laudatio. Der Preisträger stellte anschließend selbst einige Aspekte aus seiner Forschungsarbeit vor. Die Veranstaltung wurde musikalisch auf dem Akkordeon von René Madrid begleitet. Die Dissertation von André Biederbeck ist als Band A99 in der Reihe Städteforschung erschienen, sie kann bei böhlau bestellt werden.

7. Dezember 2018|
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