Allgemein

Führung durch die neue Sammlungspräsentation „Die Hände zum Himmel. Gruß, Geste, Gebet“

Blick in die Ausstellung: Erzengel Michael (Quelle:
Diözesanmuseum)

Bei einer Führung durch die neue Sammlungspräsentation „Die Hände zum Himmel. Gruß, Geste, Gebet“ eröffnet Kuratorin Elisabeth Maas am 17. April spannende Perspektiven auf vertraute wie neu entdeckte Kunstwerke. Die Führung bietet nicht nur fundierte Einblicke in die Konzeption der Präsentation, sondern ausdrücklich auch Raum für Fragen, Austausch und Dialog.
Im Mittelpunkt der neu zusammengestellten Sammlung stehen Gesten als elementare Form menschlicher Kommunikation. Sie drücken Emotionen aus, stiften Nähe, markieren Macht oder verweisen auf das Göttliche. So verkünden Engel mit ausdrucksstarken Handbewegungen göttliche Botschaften, Evangelisten halten ihre Schreibfeder demonstrativ vor sich, trauernde Figuren verbergen ihr Gesicht oder falten die Hände im Gebet. Über einen Zeitraum von rund 1.000 Jahren – vom Mittelalter bis in die Gegenwart – zeigen Skulpturen und Gemälde, wie Gruß, Geste und Gebet zu tragenden Bedeutungsträgern werden.

Anmeldungen bis Mittwoch, 15. April 2026, schriftlich oder telefonisch nur bei der Vereinsgeschäftsstelle,
Pontanusstr. 55 (Stadt- und Kreisarchiv), 33102 Paderborn, Tel.: 05251/88-11598. Der Eintritt ist für Mitglieder des Altertumsvereins frei.

Infos zur Veranstaltung:

📅 Freitag, 17. April 2026, 16.00 U1hr
📍 Erzbischöfliches Diözesanmuseum – Markt 17 · 33098 Paderborn
12. April 2026|

Geschichte entdecken – unser neues Kulturprogramm wartet auf Sie

Die Zeitschrift WÉSTFALEN und die Westfälische Zeitschrift wurde am Wochenende von fleißigen Händen verpackt und für den Versand an unsere Mitglieder vorbereitet. Freuen Sie sich auf eine spannende Lektüre! Auf dem Bild v. l. Jonas Eberhardt, Jürgen Meyer, Michael Ströhmer, Marianne Moser und Andreas Neuwöhner

Liebe Vereinsmitglieder,

mit dem neuen Rundbrief möchte ich Sie zum Vereinsprogramm des Sommersemesters einladen und über das vielfältige Programm unseres Vereins informieren. In diesem Semester wird Professorin Katharina Ulrike Mersch den Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte an der Universität Paderborn antreten. Sie übernimmt den Lehrstuhl von Professor Hermann Kamp, der dem Verein über viele Jahre eng verbunden war. Ihm sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank für die  gute Zusammenarbeit. Die gemeinsamen Vorträge zu Themen des Mittelalters werden nun mit Professorin Katharina Ulrike Mersch fortgesetzt. Ich freue mich auf die Kooperation und den ersten Vortrag zu Karl dem Großen und seiner Aachener Pfalz. Die Sommerstudienfahrt wird in diesem Jahr nach Prag gehen. Marianne Moser und Dr. Walter Mayer haben wieder ein interessantes Programm ausgearbeitet. Es wird sicher eine lohnende Fahrt mit besonderen Einblicken in die Kulturgeschichte dieser Region. Melden Sie sich rechtzeitig an!

Ich freue mich auf die Veranstaltungen des Wintersemesters und setze auf ihre Mitwirkung.

Ihr Dr. Andreas Neuwöhner, Vereinsdirektor 

20. März 2026|

Zeitreise mit dem Altertumsverein – Tagesexkursion am 25. Juli nach Nordhessen

Führungen: Heiner Duppelfeld, Organisatorische Leitung: Marianne Moser

 Wir fahren mit dem Busunternehmen Wächter aus Grundsteinheim.


Abfahrt
: 7.50 Uhr am Maspernplatz; 8.00 Uhr Hauptbahnhof -> Bussteig am Arbeitsamt

Programmpunkte:

  1. Besuch von Helmarshausen und der Krukenburg an der unteren Diemel
  2. Besichtigung der Hugenottenstadt Bad Karlshafen an der Weser
  3. Besichtigung der ehemaligen romanischen Kirche Lippoldsberg an der Oberweser

Helmarshausen wird 994 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und zählt damit zu den ältesten Städten in Nordhessen. Bereits 997 war innerhalb des Ortes ein reichsunmittelbares Benediktinerkloster gegründet und von Otto III. mit zahlreichen Privilegien ausgestattet worden. Bekannt war es für seine bedeutende Kunstwerkstatt, in deren Scriptorium viele Buchmalereien hergestellt wurden. Am bekanntesten ist das Evangeliar Heinrich des Löwen aus dem 12. Jahrhundert. Das Original wird heute in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel aufbewahrt, Faksimile-Seiten können in der Stadtkirche und im Stadtmuseum von Helmarshausen gesehen werden. Von dem in der Reformationszeit aufgelösten Kloster existieren heute noch einige wenige Gebäude. Der Ortskern wird von etlichen Fachwerkhäusern aus dem 16.-18. Jahrhundert geprägt.

Eng verbunden mit der Geschichte des Ortes und des Klosters ist die Krukenburg, die ab 1222 oberhalb des Ortes erbaut wurde. Sie gehört mit der Sababurg und der Trendelburg zum Trio der nordhessischen Burgen im Einzugsbereich des Reinhardswaldes. Aufgrund von Streitigkeiten zwischen den Bistümern Köln, Paderborn und Trier wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit dem Bau dieser klassischen Burganlage begonnen, deren Reste noch heute gut erkennbar sind. Inmitten der Burganlage befindet sich als ältestes Bauwerk eine frühe romanische Taufkirche, deren Bau dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem  folgte. Die Johannes dem Täufer geweihte Kirche ist baugeschichtlich von überregionaler Bedeutung mit Alleinstellungs-merkmalen. Im Rahmen der Exkursion werden sowohl der Ort Helmarshausen als auch die Krukenburg besichtigt.

 

Im Anschluss an den Besuch in Helmarshausen geht es in die Hugenottenstadt Bad Karlshafen. Der nordhessische, direkt an der Weser gelegene Kurort Bad Karlshafen besticht durch einzigartige weiße Häuser-Karrees aus der Barockzeit, das eindrucks-volle historische Rathaus und den Barockhafen mit Schleuse.

Gegründet wurde der Ort 1699 von Landgraf Karl von Hessen-Kassel als Exulantenstadt zur Ansiedlung von Hugenotten, protestantischen Glaubensflüchtlingen, aus Frankreich. Landgraf Karl ordnete den Aufbau einer neuen Fabrik- und Handelsstadt an. Im Zusammenhang mit den Plänen, den Landgraf-Carl-Kanal zu graben, wollte der Landgraf die Zölle von Hannoversch Münden umgehen und von hier aus eine neue Wasserstraße bis in seine Residenzstadt Kassel bauen lassen. Die Pläne konnten jedoch nur teilweise realisiert werden. Die von seinem Ingenieur und Baumeister Friedrich Conradi im Stil des Weserbarocks geplante Stadtanlage mit ihren symmetrisch angelegten Straßenzügen ist in weiten Teilen eindrucksvoll erhalten. 1704 wurde das Invalidenhaus errichtet. Es diente bis 1918 der lebenslangen Unterbringung und Versorgung invalider hessischer Soldaten und ihrer Familien. Der Hauptbau ist jedoch das direkt am historischen Hafenbecken gelegene ehemalige Pack- und Lagerhaus, das heutige Rathaus. Erbaut wurde es 1715-1718 und diente dem Landgrafen bei Besuchen als repräsentative Unterkunft. 1730 entdeckte der hugenottische Apotheker Jacques Galland Solequellen, die Grundlage für den heutigen Kurort.

Die Stadtanlage und das 1989 in einer ehemaligen Zigarrenfabrik gegründete Deutsche Hugenottenmuseum Bad Karlshafen vermitteln einen eindrucksvollen Überblick über die Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Deutschland. Nach dem Mittagessen in Bad Karlshafen ist zum Abschluss der Exkursion noch ein Besuch des ehemaligen hochromanischen Klosters Lippoldsberg an der Oberweser vorgesehen.

An der Mündung der Schwülme in die Weser befand sich schon in frühchristlicher Zeit eine Furt durch den Fluss, an der auch eine kleine Siedlung lag. In der Mitte des 11. Jahrhunderts ließ der Mainzer Erzbischof Lippold I. eine kleine Kapelle errichten, aus der das spätere Benediktinerinnenkloster Lippoldsberg hervorging. Dieses wurde 1086 vom Mainzer Erzbischof Ruthard gegründet, und bis 1093 erfolgte der Bau der Klosteranlage. Von 1142-1151 wurde unter Nutzung von Bruchsteinen die hochromanische Klosterkirche als kreuzförmige Pfeilerbasilika mit dreischiffigem Chor in einem Zug neu errichtet, die bis heute fast unversehrt erhalten ist. Lediglich der nördliche Turmaufsatz der ehemals zweitürmigen Westfassade wurde nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg nicht wiedererrichtet. Im Zusammenhang mit der Reformation wurde das Kloster geschlossen, und die Klosterkirche ging zur weiteren Nutzung vollständig in die evangelische Gemeinde über. Im 18. Jahrhundert wurde der Westflügel des ehemaligen Klosters zu einem Jagdschloss umgebaut, und der Kirchturm erhielt die heutige barocke Haube. Im 19. Jahrhundert wurde die Klosterkirche restauriert, die in dem Zusammenhang wiederhergestellte Gesamtausmalung des Kirchenraums wurde bei der Endrestaurierung der Kirche 1956 zugunsten der heutigen Steinsichtigkeit beseitigt. Im Zuge dieser Neugestaltung erhielt die Kirche auch ein neues Apsisfenster, das Szenen aus der Apokalypse zeigt.

Eventuell erfolgt noch ein gemeinsames Kaffeetrinken.

Nach der Besichtigung der Kirche erfolgt die Rückfahrt nach Paderborn.

Die Rückkehr ist um 19.00 Uhr geplant.

Anmeldungen bis Montag, 20. Juli 2026, schriftlich oder telefonisch nur bei der Vereinsgeschäftsstelle, Pontanusstr. 55 (Stadt- und Kreisarchiv), 33102 Paderborn, Tel.: 05251/88-11598. Teilnahmegebühr 33 Euro für Mitglieder, 35 Euro für Nichtmitglieder (gegen Abbuchung). Die Kosten für Mittagessen und Kaffeetrinken sind selbst zu tragen.

 

15. März 2026|

Mitgliederversammlung in Warburg mit Ausflug zur Holsterburg

Die Mitgliederversammlung des Paderborner Altertumsvereins findet  am 11. Juli in der alten Hansestadt Warburg statt.

Ab 11.15 Uhr beginnt dann das öffentliche Programm mit interessanten Einblicken in die regionale Geschichte. Alle Interessierten sind herzlich zu diesem kostenlosen Kulturtag eingeladen.

Programm für Mitglieder: 10.00 – 11.00 Uhr 

  1. Begrüßung: Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner
  2. Grußworte durch einen  Vertreter der Stadt Warburg
  3. Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung
  4. Bericht des Vereinsdirektors
  5. Bericht des Schatzmeisters
  6. Bericht der Kassenprüfer
  7.  Entlastung des Vorstands
  8. Verschiedenes

Öffentliches Programm:
– 11:00 Uhr: Kaffeepause
– 11:15 Uhr Heimatgeschichtlicher Vortrag
– 12:00 Uhr: Führung durch das Museum im Stern durch Archiv- und Museumsleiter Dr. Alexander Schwerdtfeger-Klaus
– 13.00-14.30 Uhr  Gemeinsames Mittagessen in einem Warburger Restaurant (auf eigene Kosten)
– 14.30-16.00 Uhr  Besuch der Holsterburg bei Warburg
Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung!

Anmeldungen bis Donnerstag, 9. Juli 2025, schriftlich oder telefonisch nur bei der Vereinsgeschäftsstelle, Pontanusstr. 55 (Stadt- und Kreisarchiv), 33102 Paderborn, Tel.: 05251/88-11598. Essen auf eigene Rechnung, Keine Teilnahmegebühr

13. März 2026|

„Mehr Geschichte an einem Platz geht kaum“ – Prag und Nordböhmen entdecken und genießen.

Im Jahr 2026 führt die Sommerstudienfahrt des Förderkreises Historische Museen in Paderborn-Schloß Neuhaus und des Altertumsverein Paderborn von Mittwoch, 19. August bis Sonntag 23. August nach Tschechien. Die Fahrt wird von  der Archäologin Marianne Moser und Dr. Walter Mayer koordiniert und begleitet.

Die Tschechische Republik setzt sich aus den historischen Ländern Böhmen, Mähren und einem Teil von Schlesien zusammen. Obwohl es ein Nachbarland von Deutschland ist, beschränken sich die Kenntnisse oft auf die Hauptstadt Prag, die Bäderorte und das berühmte Pilsener Bier.

Die Tschechische Republik wird im Reiseführer „unspektakulär schön“ betitelt. Es gibt keine sehr hohen Berge, keine sehr tiefen Schluchten, kaum sehr große Städte und keine Meeresküste[1]. Sie ist ein Binnenstaat, der bis 1989 ein sowjetischer Satellitenstaat war und erst 1993 nach der friedlichen Teilung der Tschechoslowakei zu ihrem heutigen Staatsgebiet und amtlichen Namen kam. Seit 1999 ist sie Mitglied der Nato und seit 2004 der EU.

Historisch gesehen wechselten die Einflüsse verschiedener Kulturen häufig. In der Latène-Zeit war das Gebiet mit den keltischen Regionen in Süddeutschland verbunden. Erst im 6. Jahrhundert nach Christus wanderten Slawen nach Böhmen ein. Im 11. Jahrhundert gab es ein Königreich Böhmen unter den Premysliden, einem tschechischen Herrscher Geschlecht. Durch geschickte Politik und Heiraten vergrößerten sie ihr Reich mit Teilen von Österreich und gelangten sogar kurzfristig an die Krone von Ungarn und Polen.

Luxemburger kamen wiederum durch die Heirat von König Wenzels II. Tochter Elisabeth mit Johann von Luxemburg im 14. Jahrhundert an die Krone. 1306 wurde ihr Sohn, Karl IV. in Prag geboren. Als römisch-deutscher Kaiser machte er die Stadt zur Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches und gründete 1348 dort die erste Universität Mitteleuropas. Er war ein geschickter Politiker, Förderer der Wirtschaft, Unterstützer der katholischen Kirche, Kunstsammler und vieles mehr. Nach dem Aussterben der Linie kamen die Habsburger an die Macht und Böhmen wurde Teil ihres Reiches. Im 17. Jahrhundert wurde Pfalzgraf und Kurfürst Friedrich V. aus dem Hause Wittelsbach als Friedrich I. 1619 König von Böhmen und stellte sich gegen den katholischen Kaiser Ferdinand II. Die dadurch ausgelöste Schlacht „am weißen Berg“, nahe Prag war die erste große militärische Auseinandersetzung des Dreißigjährigen Krieges. Auf Friedrichs Niederlage folgte 1620 der Verlust der Krone, woraufhin der Spottname „Winterkönig“, also nur für eine „Saison“, entstand.

Am Ende des 1. Weltkrieges führten starke Unabhängigkeitsbewegungen zur Gründung der Tschechoslowakischen Republik. Auch ihre Einwohner waren ein sehr buntes Volksgruppengemisch im Wesentlichen aus Tschechen, Slowaken, Deutschen, Polen und Ukrainern. Am 1. Oktober 1938 marschierten deutsche Truppen in sudentendeutsche Gebiete mit den Städten Reichenberg, Eger, Aussig und Troppau ein. Die deutsche Schreckensherrschaft, verbunden mit der Ermordung der jüdischen Bevölkerung, hatte mit dem Einmarsch der Roten Armee 1945 ein Ende. Danach wurden etwa 3 Millionen Deutsche aus dem Land vertrieben. 1948 übernahm die kommunistische Partei KSC die Macht. 1968 wurden beim „Prager Frühling“ Reformbestrebungen gewaltsam unterbunden, seit 1989 aber ist die Staatform eine parlamentarische Republik. Heute leben über 10 Millionen Einwohner im Land, wobei die Tschechen die Mehrheit bilden.

 

Die Reisegruppe wird ihren festen Standort in Teplice einnehmen, einem Kurort an der Südabdachung des Erzgebirges.

Auf dem Weg dort hin besichtigt sie das letzte bei den bisherigen Fahrten noch fehlende vorgeschichtliche Observatorium. In den Jahren zuvor sah sie bereits den Fundort der Himmelsscheibe von Nebra und die jungsteinzeitliche Kreisgrabenanlage Goseck. Dies wird nun durch das Ringheiligtum Pömmelte im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Barby in Sachsen-Anhalt ergänzt. Im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle erwartet die Gruppe dann das Original der Himmelsscheibe und eine Sonderausstellung zur mesolithischen Schamanin von Bad Dürrenberg.

Ausgehend vom Hotel in Teplice wird es am Dienstag und Mittwoch Fahrten nach Prag geben. Die „Goldene Stadt“, das „böhmische Rom“ hat ihren Namen von einer Schwelle (praha) in der Moldau, die als Furt diente. Im 9. Jahrhundert entstand der hradschin, eine Burg westlich über dem Fluss. 920 wurde die Georgsbasilika gebaut und 925 der Veitsdom gestiftet. Nach 973 entstand auf dem Berg das erste Kloster Böhmens, im 13. Jahrhundert existierten in Prag bereits über 50 Kirchen.[2].

Am Donnerstagvormittag geht es auf den Prager Burgberg. Führungspersonen erläutern in deutscher Sprache und zeigen Königspalast, Veitsdom, St. Georg, das goldene Gässchen und die Burggärten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen widmen wir den Nachmittag dem jüdischen Viertel josefov. Durch die Reiseerzählungen des Kaufmanns Ibrahim Ibn Jakub weiß man, dass 965 bereits ein jüdisches Viertel in Prag existierte. Über die Jahrhunderte wechselten Ausbreitung, Duldung und Verfolgung. Letztere gipfelte in den perfiden Plänen der Nationalsozialisten. 1941 errichteten sie in Terezin/Theresienstadt ein Ghetto, in dem 140.000 Menschen inhaftiert waren und dann zum Großteil weiter in Vernichtungslager deportiert wurden.

Während der Führung besichtigt die Gruppe mehrere Synagogen und den Alten jüdischen Friedhof (belegt vom 15. Jh. bis 1787), die verschiedene Neubauperioden überstanden hatten. Die Altneusynagoge ist ein gotischer Bau, den zisterziensische Bauleute 1278 errichteten, das jüdische Rathaus aus dem 16. Jahrhundert das einzige jüdische Rathaus außerhalb Israels.

Am Freitag erhält die Gruppe vormittags eine Führung in der Altstadt staré mesto, sieht u.a. die astronomische Aposteluhr und natürlich die Karlsbrücke. Peter Parler baute sie nach einem Hochwasser auf Geheiß Karls IV. 1357 neu. Bis zum Jahr 1836 stellte sie den einzigen Moldauübergang in Prag dar. Die 30 Statuen schmückten die steinerne Brücke erst nach und nach ab dem 17. Jahrhundert.

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, beispielsweise für weitere Besichtigungen, Café-Besuche, Einkaufserlebnisse oder einer Flussfahrt auf der Moldau.

Der Samstag beginnt mit einer Führung in der Gedenkstätte Theresienstadt. Das Sammel- und Durchgangslager wurde in den 1940er Jahren von den Nationalsozialisten in der Garnisonsstadt Terezin eingerichtet und begann mit einem Gestapo- Gefängnis in der kleinen Festung. Im Lager sperrte man vor allem Alte, 9000 Kinder, Kriegsveteranen und später Juden aus Dänemark ein. Nach Protesten aus dem Ausland wurden Schaubesichtigungen mit dem Roten Kreuz veranstaltet um das Elend zu verschleiern, und noch 1944 ein Propaganda-Film gedreht. Dänen konnten kurz vor Kriegsende nach Schweden gerettet werden, 1200 Juden wurden von der Schweiz aufgenommen. Insgesamt überlebten nur etwa 4000 von 141.000 Menschen das Lager.

Ein Blick auf die Elbe hilft vielleicht, auf der Weiterfahrt das Gesehene und Gehörte in Ruhe zu durchdenken. Die Burgruine Strekov/Schreckenstein liegt auf einem Felsen über dem Fluss und ist bekannt durch das Gemälde „Überfahrt am Schreckenstein“ von Ludwig Richter. Die 1319 von Johann von Luxemburg erbaute Burg wurde als Ruine schon von Goethe und Wagner gerne aufgesucht. Eine Stadterkundung in Teplice und eine Bierprobe mit Abendessen runden den Tag ab.

Auf der Rückfahrt macht die Gruppe Station im Zittauer Gebirge. Ein „Gebirgsexpress“ bringt sie auf den Berg Oybin, zur Ruine von Burg und Kloster, einem kulturellen Höhepunkt in der Oberlausitz. Kaiser Karl IV. ließ im 14. Jahrhundert ein Coelestinerkloster errichten und verbrachte 1369 eine Nacht dort. In der Reformation verließen die Mönche Oybin. Die Anlage nahm in den folgenden Jahrhunderten durch Brände, Bausteineraub und einen Felssturz Schaden. Dennoch wird es als „Kleinod der europäischen Geschichte und [ …..] einzigartiges Ensemble aus Natur und Architektur“ bezeichnet. Oybin. Die Anlage nahm in den folgenden Jahrhunderten durch Brände, Bausteineraub und einen Felssturz Schaden. Dennoch wird es als „Kleinod der europäischen Geschichte und […..] einzigartiges Ensemble aus Natur und Architektur“ bezeichnet.


Ablauf der Reise  – Wie immer ohne Gewähr

Mittwoch 19.08.26

7.30 Uhr         Abfahrt vom Pohlweg in Paderborn in Höhe des Uni-Parkplatzes zwischen Vogelius- und Harsewinkelweg

Vormittags    Busfahrt mit Pause zum Ringheiligtum Pömmelte zwischen Magdeburg und Halle

Mittags            Buswürstchen

Nachmittags    Museumsbesuch in Halle

Abends           Einchecken im Hotel „Prince de Ligne“ in Teplice mit gemeinsamen Abendessen

Donnerstag 20.08.26

8.00 Uhr          Abfahrt ab Hotel, Fahrt nach Prag

Vormittags      Führung auf dem Prager Burgberg

Mittags            gemeinsames Mittagessen

Nachmittags    Führung im Jüdischen Viertel

Abends           zurück nach Teplice

Freitag 21.08.26

8.00 Uhr          Abfahrt ab Hotel, Fahrt nach Prag

Vormittags      Führung in der Altstadt

Mittags und nachmittags zur freien Verfügung

Abschließend  zurück nach Teplice

Samstag 22.08.26

8.15 Uhr          Abfahrt nach Terecin

Vormittags      Führung in der Gedenkstätte

Mittags            Imbiss in Strekov und Burgführung

Nachmittags    Stadtführung oder Rundfahrt in  Teplice

Abends           gemeinsames Abendessen mit Bierverkostung

Sonntag 23.08.26

7.50 Uhr          Gepäckverladung

Vormittags      Fahrt zu Burg und Kloster Oybin mit Führung

Mittags            Essen vor Ort

Nachmittags    Rückfahrt

20.30 Uhr Ankunft in Paderborn

Buchungsinformationen:

Bitte denken Sie daran, dass Sie einen gültigen Personalausweis mit sich führen müssen. Die männlichen Teilnehmer sollten an eine Kopfbedeckung denken.

Wir empfehlen eine private Reiserücktrittsversicherung, gutes Schuhwerk und Sonnenschutz. Tschechische Kronen können an örtlichen Bankautomaten erworben werden, dabei die Option „ohne Konversion“ wählen. Von Wechselstuben ist eher abzuraten.

Übernachtung im Einzelzimmer: 860,00 €

Übernachtung im Doppelzimmer (Preis pro Person): 760,00 €

(Achtung: Keine Staffelung in diesem Jahr!)

Mindestteilnehmer: 31

Beachten Sie auch unsere Teilnahmebedingungen auf den letzten Seiten im Rundbrief.

Anmeldungen nur schriftlich mit dem Anmeldeformular auf den letzten Seiten des Rundbriefes beim Altertumsverein, Pontanusstr. 55 (Stadt- und Kreisarchiv), 33102 Paderborn, bis Samstag, 30. Mai 2026

[1] Michael Bussmann, Gabriele Tröger, Tschechien, Erlangen 2023, S. 12.

[2] Erhard Gorys, Tschechoslowakei, Dum

25. Februar 2026|

Archäologie am Abend – Rundgang für Erwachsene und Jugendliche

Historischen Quellen nachgespürt: Die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen 2015-2017 auf dem Domplatz Paderborn (Quelle: LWL)

Wer den Feierabend oder Schulschluss an der frischen Luft verbringen möchte, kann sich ab sofort an jedem ersten Mittwoch im Monat dem Archäologischen Stadtrundgang anschließen. Hier werden Originalschauplätze besucht und manchmal auch auf unwegsamen Pfaden erkundet. Seit 1994 erforschen Stadtarchäologen schon die Hinterlassenschaften der Menschen vergangener Zeiten und bringen bis heute immer wieder neue Dinge ans Licht. Die zu besuchenden archäologischen Stätten werden deshalb wechseln und an tagesaktuellen
Grabungen orientiert.
Treffpunkt ist vor dem Museum in der Kaiserpfalz, der Rundgang dauert ca. 1,5 Stunden. Tickets können für 4,50 Euro im Vorfeld im Online-Ticketshop des Museums oder zu Beginn der Führung in Bar erworben werden. Eine Kartenzahlung ist leider nicht möglich.

Hier anmelden: LWL-Museum in der Kaiserpfalz Paderborn | Ticket-Shop

 

Infos zur Veranstaltung:
📅 Mittwoch, 6. Mai 2026, 17.00 U1hr
📍 LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Am Ikenberg, 33098 Paderborn
Der Eintritt ist für Jugendliche bis 17 Jahre frei. Tickets: 4,50 Euro
12. Januar 2026|

Für Mitglieder kostenlos – Schlossgeschichte und Residenzgeschichte in Schloß Neuhaus kennenlernen

Schloß Neuhaus; Foto: Andreas Neuwöhner

Der Altertumsverein bietet spannende Führungen an: Das Residenzschloss der Fürstbischöfe von Paderborn steht im Mittelpunkt der öffentlichen Führung, die Kreisheimatpfleger Michael Pavlicic für den Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens anbietet.

Die Führung wird an den Sonntagen 29. März, 12. April, 31. Mai und 21. Juni angeboten und gibt Einblick in die historischen Räume des Schlosses und das Leben am Hof der Fürstbischöfe.
Am Sonntag, 3. Mai, wird Alt Neuhaus besichtigt. Der historische Ortskern von Neuhaus rund um den Kirchplatz steht im Mittelpunkt dieser Führung. Mit den Fachwerkhäusern und ihren Bewohnern verbinden sich zahlreiche Geschichten, die den Alltag in der alten Residenzstadt wieder lebendig werden lassen. Treffpunkt für die Führungen ist jeweils um 14.30 Uhr im Schlossinnenhof. Der Eintritt kostet 5 Euro pro Person und ist für Kinder, Jugendliche und Mitglieder des Altertumsvereins kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

4. Januar 2026|

Geschichte hautnah erleben: Altertumsverein lädt zur Tagesfahrt nach Obermarsberg und Padberg ein

Wer Westfalens Geschichte einmal hautnah erleben möchte, sollte sich den 31. Januar 2026 im Kalender vormerken: Der Altertumsverein Paderborn organisiert eine
spannende Tagesfahrt nach Obermarsberg und Padberg und öffnet damit die Tür zu kulturhistorischen Höhepunkten. „Unsere Exkursion nach Obermarsberg und Padberg steht für lebendige Heimatkunde und einzigartigen Perspektivwechsel. Wir freuen uns, gemeinsam mit allen Interessierten auf eine spannende Zeitreise zu gehen. Historische Originalschauplätze werden anschaulich vermittelt und gemeinsam erlebt“, erklärt die Archäologin Marianne Moser als Vorstandsmitglied des Altertumsvereins und verantwortlich für die Organisation der
Exkursionen.

Bildzeile: Heiner Duppelfeld und Marianne Moser begutachten in der archäologischen
Sammlung des Altertumsvereins spannende Funde aus Obermarsberg, darunter ein Beil aus
der Steinzeit und ein Sargbeschlag von einem mittelalterlichen Friedhof.

Die Führungen vor Ort werden von Geschichtslehrer Heiner Duppelfeld übernommen, der inzwischen den Staffelstab im Altertumsverein von dem Paderborner Urgestein Klaus
Hohmann übernommen hat: „Die Region rund um Obermarsberg ist für ihre außergewöhnliche kirchliche und stadtgeschichtliche Entwicklung bekannt. Ich freue mich, mit unseren Gästen Architektur und Alltagskultur direkt an den historischen Orten zu erkunden“, sagt Heiner Duppelfeld. Im Mittelpunkt der Tour stehen die Stiftskirche von Obermarsberg, die auf die Gründung Karls des Großen zurückgeht und durch ihren romanisch-gotischen Charakter beeindruckt, sowie die frühgotische Nikolaikirche, deren Ursprünge auf das 13. Jahrhundert zurückreichen und die als eine der ältesten Hallenkirchen Westfalens gilt. Auch werden unterwegs stadtgeschichtlich wichtige Orte wie der Pranger vom alten Rathaus und der Butterturm als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung besichtigt. Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch der ehemaligen Dorfsynagoge in Padberg, ein seltener und denkmalgeschützter Zeuge jüdischen Lebens, der heute als Mahnmal dient und an eine bewegte Geschichte erinnert

.Abgerundet wird der Tag durch ein eine gemütliche Mittagspause und ein gemeinsames Kaffee trinken.Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro für Mitglieder, 29 Euro für Nichtmitglieder. Anmeldungen sind ausschließlich über die Geschäftsstelle des Vereins möglich (Pontanusstr. 55, Paderborn, Tel.: 05251/88-11598). Die Kosten für das Mittagessen und Kaffee trinken werden vor Ort selbst getragen.

 

 

 

 

Infobox:
Abfahrt aus Paderborn
Liboriberg / Ecke Liboristraße um 10:00 Uhr
Abfahrt Bahnhof, Busparkplatz um 10:10 Uhr
Rückkehr ca. 17:15 Uhr
Dieser Tagesausflug ist ein Muss für alle, die nicht nur „über Geschichte reden“, sondern Westfalens Vergangenheit buchstäblich vor Ort erleben möchten!

 

Blick auf Obermarsberg. Billquelle: Wikipedia

Alte Synagoge in Padberg. Bildquelle: Kreismuseum Wewelsburg

12. Dezember 2025|

Mit Herz für Paderborns Geschichte: Kurator Prof. Dr. Norbert Börste verabschiedet

Der Altertumsverein verabschiedet sich von einem seiner prägenden Köpfe: Nach Jahrzehnten an der Schnittstelle von Forschung, Sammlung und Öffentlichkeit legt Prof. Dr. Norbert Börste sein Amt als ehrenamtlicher Kurator und Beiratsmitglied nieder. Zurück bleibt ein Sammlungsgefüge, das in weiten Teilen seine Handschrift trägt – und ein Verständnis von Regionalgeschichte, das stets über die Grenzen des Lokalen hinausreichte. Als Kunsthistoriker hat Norbert Börste die Objekte des Altertumsvereins nie nur als museale Bestände behandelt, sondern als Zeugen einer vielschichtigen Kulturgeschichte, in der Bistum, Stadt und Region unauflöslich miteinander verwoben sind. „Über viele Jahre hat Prof. Börste die kunsthistorische Sammlung des Altertumsvereins begleitet, wissenschaftlich erschlossen und mit großem persönlichen Einsatz für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit seinem Blick für Details und seiner tiefen Kenntnis der regionalen Kunst- und Kulturgeschichte hat er dazu beigetragen, bedeutende Zeugnisse der Vergangenheit zu bewahren und neu zu entdecken“, betont Dr. Andreas Neuwöhner. „Sein Wirken ging dabei weit über die reine Sammlungsarbeit hinaus: In Ausstellungen, Publikationen, Exkursionen und Vorträgen machte er stets deutlich, dass historische Objekte mehr sind als schöne Dinge – sie erzählen Geschichten von Menschen, Orten und Traditionen.“

Bildzeile: Eine Paderborner Landkiste als Dankeschön – Dr. Andreas Neuwöhner verabschiedet Prof. Norbert Börste bei der Beiratssitzung des Altertumsvereins im Paderborner Stadtmuseum.(v.l., Foto: Marianne Witt-Stuhr, Altertumsverein)

Verantwortung für das kulturelle Erbe

Mit dem Generationswechsel geht die Verantwortung für die kunsthistorische Sammlung des Paderborner Altertumsvereins nun zunächst kommissarisch auf den Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner über, bis ein neuer Kustos gefunden wird. „Die kunsthistorische Sammlung des Altertumsvereins ist ohne die Arbeit von Prof. Dr. Norbert Börste kaum denkbar“, betont Dr. Andreas Neuwöhner. Mit Blick auf seine Aufgabe versteht der 55jährigeHistoriker den Übergang ausdrücklich als Kontinuitätslinie: „Es geht darum, die von Prof. Börste geschaffenen Strukturen zu sichern und die Sammlung inhaltlich weiterzuführen – etwa durch Ausstellungen, Kooperationen mit Museen und Angeboten für ein interessiertes Publikum.“ Durch die enge Anbindung an das Paderborner Stadtmuseum, das LWL-Museum in der Kaiserpfalz, das Residenzmuseum und das Kreismuseum Wewelsburg eröffne sich zugleich Möglichkeiten, die Bestände des Altertumsvereins in größere Erzählungen zur Stadt- und Regionalgeschichte einzubinden. Der Altertumsverein hält somit an seinem Selbstverständnis fest, mehr zu sein als ein Bewahrer von Depotschätzen: Unter dem Motto „sammeln, forschen und bewahren“ versteht sich der Verein als Ort, an dem die Region über sich selbst nachdenkt. So markiert der Abschied von Norbert Börste auch einen Moment der Bilanz: Es deutet darauf hin, dass im Altertumsverein nicht nur Erinnerung verwaltet, sondern immer wieder neu gefragt wird, was dieses kulturelle Gedächtnis einer Region im 21. Jahrhundert leisten soll – und für wen.

Herzlichen Dank

Der Altertumsverein Paderborn spricht Prof. Dr. Norbert Börste seinen herzlichen Dank für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und seinen unermüdlichen Einsatz für die Sammlungen aus. Seine fachliche Handschrift wird in vielen Bereichen sichtbar bleiben und auch zukünftige Projekte prägen.

Vortragshinweis: Das LWL-Museum in der Kaiserpfalz lädt  am 21. Januar um 19.00 Uhr herzlich zu einem Vortrag von Prof. Dr. Norbert Börste ein. Der Referent berichtet über Westfalen, das Land der Hallenkirchen. Der Paderborner Dom und seine überregionale Bedeutung für die Entwicklung der Hallenkirchen. Hier informieren

Weitere Infos zu den Sammlungen des Altertumsvereins: Die Sammlung – Überblick und Geschichte | Altertumsverein Paderborn

30. November 2025|

Heimatgeschichte im Wandel: Heiner Duppelfeld setzt Hohmanns Arbeit in Paderborn fort

Viele Jahre hat Klaus Hohmann das Kulturprogramm des Paderborner Altertumsvereins mit seinen interessanten Exkursionen bereichert, nun übergibt er an Heiner Duppelfeld. Hohmann, der mit großem Engagement für Westfalens Geschichte brennt, führte die Mitglieder zu Kirchen, Schlössern und Kulturgütern – und wurde für seine Verdienste bereits mit der Kulturnadel der Stadt Paderborn ausgezeichnet.

In einer feierlichen Runde bedankten sich Dr. Andreas Neuwöhner, Wilhelm Grabe und Jonas Eberhardt vom Vorstand des Altertumsvereins bei dem engagierten Vereinsmitglied für seine langjährige Arbeit: „Wir verdanken Klaus Hohmann unzählige Entdeckungen, spannende Führungen und eine lebendige Vermittlung der Geschichte unserer Region. Sein Wissen und seine Begeisterung bereichern unser Vereinsleben und das kulturelle Gedächtnis der Stadt“, betonte Dr. Neuwöhner.
Der 87jährige Paderborner hat sich über die Jahre in der Erforschung der Kulturgeschichte Paderborns einen Namen gemacht. „Mit einer Vielzahl von Publikationen, Vorträgen und Forschungsprojekten zur Stadtgeschichte hat er ein enormes Wissen über Paderborn zusammengetragen“, so Dr. Andreas Neuwöhner.
Mit Heiner Duppelfeld übernimmt nun ein engagierter Nachfolger für den Paderborner Altertumsverein die Begleitung der Ausflüge und Exkursionen. Er unterstützt somit die Archäologin Marianne Moser, die für den Verein neben ihrer Arbeit als Kustodin der umfangreichen archäologischen Sammlung auch vor Jahren die Leitung der Exkursionen übernommen hat. Der Marsberger Duppelfeld freut sich, die Ideen und Anregungen seines Vorgängers aufzugreifen und das Programm mit neuen Projekten zu bereichern. Die nächste Exkursion wird den Altertumsverein nach Obermarsberg und Padberg führen. Dort werden die historische Stiftskirche, die frühgotische Nicolaikirche und die ehemalige Landsynagoge besucht.
Bildzeile: Dr. Andreas Neuwöhner, Wilhelm Grabe und Jonas Eberhardt (v. r.) vom Vorstand des Altertumsvereins sagen danke für die engagierte Zusammenarbeit. Darüber freut sich Klaus Hohmann (2. v. r.).
4. Oktober 2025|
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