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Archäologische Exkursion – Auf der Suche nach Spuren vergangener Orte!

Fehden, Pest, Landflucht, Krisen der Landwirtschaft: Im Mittelalter ereigneten sich manche Katastrophen, die gravierenden Einfluss auf die Siedlungslandschaft hatten, auch in Paderborn Das zeigt eine systematische Prospektion der aufgegebenen Orte, die das Fachreferat für die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit derzeit im Gebiet des Kreises Paderborn durchführt, weil hier nur etwa ein Viertel der Ortswüstungen ihrer exakten Lage nach bekannt ist.“ nach: (Blog der LWL Archäologie für Westfalen, Publikationsdatum: 04.11.2016, Themen: Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, Spezialgebiete) Wüstungen im Paderborner Land und anderswo. Kartenentwurf: LWL/Rudolf Bergmann

 

Dr. Rudolf Bergmann von der LWL-Archäologie in Münster, promovierte einst über „Die Wüstungen des Geseker Hellwegraumes“. Inzwischen hat er sich von Westen angenähert und nun auch der Region um Paderborn angenommen. Im Hochstift verschwanden im 14. Jahrhundert mehr als die Hälfte der bestehenden Orte. Manche sind bekannt, andere werden bis heute gesucht. Viele sind unwissentlich seit Jahren Ziele von Sonntagsspaziergängen. Mit Herrn Bergmann haben wir gemeinsam diese Plätze in der Landschaft aufgesucht und ihre Geschichte ganz neu beleuchtet – oder wussten Sie, das die „Hilligen Seele“ Mittelpunkt eines untergegangenen Dorfes war?

30. Mai 2017|

Ehrenmitgliedschaft für Professor Hermann Josef Schmalor

Prof. Hermann Josef Schmalor ist neues Ehrenmitglied des Paderborner Altertumsvereins.

Freude über Auszeichnung – Andreas Gaidt (li.) überreicht Prof.Hermann Josef Schmalor (re.) die Ehrenrkunde.

Der langjährige Direktor der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek war von 2003 bis 2013 Direktor des Vereins. Seit über 35 Jahren betreut er zudem als Archivar und Bibliothekar ehrenamtlich die umfangreiche archivalische Sammlung und die Bibliothek des traditionsreichen Geschichtsvereins. In den Beständen des Altertumsvereins befinden sich bedeutende landesgeschichtlicher Materialien, insbesondere Handschriften, Akten und Urkunden der aufgehobenen Klöster, aber auch Schriftgut staatlicher und kommunaler Provenienz. „In diesen Funktionen ist es Hermann Josef Schmalor gelungen, dem Verein eine gesunde finanzielle Basis zu verschaffen, den Bibliotheksbestand deutlich zu erweitern, wichtige Aspekte der Vereinsgeschichte zu veröffentlichen und diesen damit insgesamt bekannter zu machen“, betonte Andreas Gaidt, als er auf der Mitgliederversammlung des Altertumsvereins in Brilon die Ehrenmitgliedsurkunde überreichte. Schmalors wissenschaftliche Veröffentlichungen befassen sich vor allem mit Themen der Bibliotheksgeschichte, speziell der Historie der Klosterbibliotheken Westfalens. 2013 wurde der gebürtige Sauerländer zum Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät ernannt. Seither nimmt er dort auch Lehraufträge im Bereich der „Bistumsgeschichte“ wahr.

 

 

30. April 2017|

Altertumsverein erhält 60.000 Euro von NRW-Stiftung

für Ausstellung über „Briten in Westfalen“ 

Sie präsentierten erste Exponate bei der Übergabe der Förderzusage (v.l.): Projektleiterin Dr.Bettina Blum, Eckhard Uhlenberg vom Vorstand der NRW-Stiftung, Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner und Ausstellungsgestalterin Renate Müller-Fromme (Foto: Bernd Hegert / NRW-Stiftung)

Sehr gern hat Dr. Andreas Neuwöhner den Besuch aus Düsseldorf empfangen. In seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied der Nordrhein-Westfalen-Stiftung überreichte Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg die Zusage für einen Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro an den Direktor des Paderborner Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens. Gemeinsam mit Projektleiterin Dr. Bettina Blum und Ausstellungsgestalterin Renate Müller-Fromme stellte Dr. Andreas Neuwöhner die Pläne vor, nach denen mit dem Geld der NRW-Stiftung die Ausstellung zum Thema “Briten in Westfalen. Begegnungen – Beziehungen – Geschichte 1945-2020“ umgesetzt werden soll. Das Ausstellungsprojekt wird in Kooperation mit der Stadt Paderborn und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe durchgeführt. Ein Ausstellungskatalog rundet das Projekt ab.Der Verein beleuchtet mit der Ausstellung ein aktuelles Thema, das Teil der nordrhein-westfälischen Landesgeschichte ist und zugleich die Lebenswirklichkeit vieler Westfalen berührt. So soll ein wesentlicher Beitrag zur gemeinsamen Vergangenheit von Briten und Deutschen entstehen, der auch im Kontext mit dem 70. Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr steht.

Die NRW-Stiftung fördere die Ausstellung auch wegen der Bedeutung dieser Thematik für den interkulturellen Austausch, betonte Uhlenberg. Der Abzug der britischen Truppen aus NRW und aus Deutschland beende eine langjährige Ära der Nachkriegsgeschichte – so ist die Ausstellung auch Ergebnis einer länderübergreifenden Zusammenarbeit. Die Ausstellung wird am 20. Oktober im Stadtmuseum Paderborn eröffnet.

8. März 2017|

Dr. Thorsten Süß erhält „Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis“

Gratulation: Dr. Andreas Neuwöhner vom Altertumsverein (li.) und Prof. Dr. Peter Oestmann von der Uni Münster (re.) freuen sich mit Dr. Thorsten Süß über die Auszeichnung.

Paderborn. Gepuderte Perücken auf den Köpfen studierter Adliger, ellenlange Schriftsätze, Schriftlichkeit statt Mündlichkeit, ein juristisches Kauderwelsch mit Bandwurmsätzen zwischen lateinischer und deutscher Fachsprache – so sah vermutlich der Alltag eines territorialen Obergerichtes im 18. Jahrhundert aus. Was auf den ersten Blick wie trockene Materie aussieht, hat den Juristen Dr. Thorsten Süß bei der Auswahl seines Dissertationsthemas nicht abgeschreckt. Er beschäftigte sich akribisch mit der Entwicklung des frühmodernen Prozessrechtes und nahm dazu das Hochstift Paderborn in der Zeit des Fürstbischofs Ferdinand von Bayern (1577-1650) besonders in den Blick. Für seine hervorragende wissenschaftliche Arbeit erhielt er nun vom Altertumsverein Paderborn den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis. „In seiner Dissertation dokumentiert Thorsten Süß, dass eine funktionierende Höchstgerichtsbarkeit ein wesentlicher Markstein für die Territorien auf ihrem Weg zur Staatswerdung war“, betonte Laudator Prof. Dr. Peter Oestmann (Institut für Rechtsgeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster)  bei der Verleihung des Meyer-Preises im Schwurgerichtssaal des Landgerichtes in Paderborn.

 

 

8. Februar 2017|
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